Martin S. aus Dortmund: Ich habe vergangenes Jahr meinen 63. Geburtstag gefeiert. Seit 2002 bin ich Rentner und erhalte außerdem Geld aus einer Pensionszusage meines früheren Arbeitgebers. Wieso bekomme ich nur 38,4 Prozent davon als Versorgungsfreibetrag - müssten es nicht 40 Prozent sein?

Finanztest: Nein, auch wenn Sie schon seit langem die Werkspension beziehen, berücksichtigt das Finanzamt sie erst seit Ihrem 63. Geburtstag steuerlich als Versorgungsbezüge - vorher hat es sie wie Arbeitslohn behandelt. Weil Sie somit erstmals 2006 ­Versorgungsbezüge erhalten haben, erkennt das Finanzamt davon 38,4 Prozent - maximal 2 880 Euro - als Versorgungsfreibetrag an. Zusätzlich zieht es von Ihren Einnahmen 864 Euro ab.

Den Freibetrag von 40 Prozent hätten Sie erhalten, wenn Sie 2005 oder eher 63 Jahre alt gewesen wären.

Der Unterschied zwischen ­Arbeitslohn und Versorgungsbezügen zeigt sich auch bei den Werbungskosten: Vor ­Ihrem 63. Geburtstag haben Sie für Ihre Werkspension mindestens die Werbungs­kostenpauschale von 920 Euro im Jahr bekommen. Für Ihre Versorgungsbezüge erhalten Sie jetzt nur noch 102 Euro als Pauschale.

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