Hanno B., Bielefeld:

Muss ein Anleger, der sein Geld zum Beispiel einer niederländischen Bank anvertraut, bei einer Pleite um seine Einlagen fürchten? Ist das Geld bei deutschen Banken grundsätzlich sicherer?

Finanztest: Wie wir bei unseren Top-Twenty-Tabellen zu Einmalanlagen und Festgeldanlagen regelmäßig schreiben, sind bei den niederländischen Banken nur Einlagen bis zur Höhe von 20 000 Euro durch den dortigen Sicherungsfonds gedeckt. Diese Summe würde allerdings im Falle einer Bankenpleite in voller Höhe erstattet. Eine Selbstbeteiligung des Anlegers gibt es nicht.

Anders sieht es bei deutschen Banken aus, die nicht dem Bundesverband deutscher Banken und dessen Einlagensicherungsfonds angehören. Für einige kleinere Institute, zum Beispiel die unten erwähnte BFI-Bank, steht im Falle einer Pleite nur die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) gerade.

Sie sichert Kundeneinlagen bis zu einem Betrag von 20 000 Euro - jedoch nur zu 90 Prozent des Anlagebetrags. Bei einem Anlage­betrag von 25 000 Euro würden also nur 20 000 Euro, bei einem Betrag von 10 000 Euro nur 9 000 Euro ersetzt.

Beim Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, dem alle großen privaten Banken angehören, sind die Guthaben bis zu einer Höhe gesichert, die „30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank“ entspricht. Im Klartext: Selbst bei kleineren Banken sind in der Regel Beträge bis 1,5 Millionen Euro voll geschützt.

Tipp: Bei niederländischen Banken sollten Sie höchstens 20 000 Euro parken. Ob eine deutsche Bank dem Sicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angehört, finden Sie auf der Homepage des Bankenverbandes.

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