Michael Steinbrecher, Berlin: Ist es angesichts des zu erwartenden weiteren Dollarverfalls sinnvoll, Fonds mit Dollar als Basiswährung gegen Fonds mit Euro als Basiswährung zu tauschen, wenn es sich zum Beispiel um Emerging-Markets-Fonds oder Fernost-Fonds handelt?

Finanztest: Ob der Dollar wirklich weiter fällt, ist schwer vorherzusagen. Währungen sind unberechenbar. Für Ihren Anlageerfolg ist es aber völlig irrelevant, in welcher Währung der Fonds notiert. Wichtig ist, in welcher Währung der Fonds anlegt, sprich: wo er die Aktien kauft.

Investiert er zum Beispiel in den Aktienmarkt Brasilien, kommt es darauf an, wie sich der brasilianische Real entwickelt. Der wird dann umgerechnet: entweder in Dollar, weil Ihr Fonds in Dollar notiert, und dann in Euro, denn nur so können Sie Ihren persönlichen Anlageerfolg feststellen. Oder er wird direkt in Euro umgerechnet. Unterm Strich kommt dasselbe dabei heraus.

Chinesische Papiere in Fernost-Fonds lauten auf die an den Dollar gekoppelte Landeswährung Renminbi oder direkt auf Dollar. Sie tragen das Dollarrisiko deshalb ohnehin, gleich ob Ihr Fonds in Dollar notiert oder in Euro.

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