Franziska B., Karlsruhe:

Ich bin freie Dozentin an einer Volkshochschule. Wie kann ich in der Steuererklärung meine Ausgaben für den Nebenjob absetzen?

Finanztest: Als freie Dozentin arbeiten Sie selbstständig. Das heißt, dass Sie auf einer formlosen Anlage zur Steuererklärung Ihren Gewinn oder Verlust aus dem Nebenjob ausrechnen müssen. Dazu reicht eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung, in der Sie einerseits Ihre Betriebseinnahmen (Honorare) und andererseits Ihre Betriebsausgaben (Kosten für Fachliteratur, Unterrichtsmaterial, Fahrtkosten) summieren. Die Differenz ist dann der Gewinn oder Verlust, den Sie in die Anlage GSE zur Steuererklärung für 2003 in den Zeilen 34 bis 42 eintragen. Die Einnahmen und Ausgaben müssen Sie belegen.

Haben Sie wenig Betriebsausgaben, können Sie diese aber auch pauschal ohne Belege abrechnen. Für schriftstellerische, künstlerische, wissenschaftliche sowie Vortrags-, Lehr- und Prüfungstätigkeiten erkennt das Finanzamt alternativ pauschal 25 Prozent der Einnahmen an –  jedoch maximal 614 Euro im Jahr.

Ist Ihre Arbeitszeit an der Volkshochschule maximal ein Drittel so lang wie die einer Vollzeitkraft, gibt es noch eine bessere Möglichkeit. Sie können für Ihre Ausgaben den Übungsleiterpauschbetrag beantragen. Den bekommen alle, die nebenbei gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich bei einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft arbeiten. Er beträgt immer 1 848 Euro  – auch wenn Sie den Job nicht das ganze Jahr hatten.

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