Michael H., Zossen:

Ich bin Pensionär geworden und privat ­krankenversichert. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, wieder zu einer gesetzlichen Krankenkasse zu wechseln?

Finanztest: Nein. Wer als Beamter von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht frei war, bleibt dies auch im Ruhestand. Der Weg in die gesetzliche Krankenkasse ist versperrt. Das ist aber kein Grund zur Sorge, da die Beihilfe bei Pensionären in der Regel 70 Prozent der erstattungsfähigen Behandlungskosten übernimmt. Nur die verbleibenden 30 Prozent müssen privat versichert werden. Wenn Ihnen die Beiträge zu Ihrer privaten Krankenversicherung dennoch zu hoch werden, gibt es zwei „Kostenbremsen“.

Standardtarif: Beamte haben das Recht, in den „beihilfekonformen Standardtarif“ zu wechseln. Dieser brancheneinheitliche Tarif bietet in etwa die gleichen Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung und darf bei einem 30-Prozent-Tarif nicht mehr kosten als 30 Prozent des durchschnittlichen Höchstbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Standardtarif können Sie sich versichern, wenn Sie das 65. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens zehn Jahren privat versichert sind.

Leistungen reduzieren: Geld sparen können Sie in geringem Umfang, indem Sie auf den Beihilfeergänzungstarif verzichten. Mit diesem Tarif werden Leistungen abgesichert, für die die Beihilfe nicht aufkommt, zum Beispiel das Einbettzimmer im Krankenhaus.

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