Fototipp Verzerrungen Meldung

Bilder lassen sich durch Wechsel von Standort und Brennweite plastisch gestalten.

Perspektive, so der Lexikoneintrag, ist „die Dar­stellung des Raumes in der Fläche“. In der Praxis zeigt sich, dass Objekte in der Ferne, aufgenommen mit großer Brennweite, zwar im korrekten Größen­verhältnis wiedergegeben werden, jedoch flach und statisch wirken.

Die Lösung: Arbeiten Sie mit Verzerrung durch Perspektive. Nur wer nah herangeht und mit Weitwinkel fotografiert, bricht den Raum auf. Kleines im Vordergrund wirkt nun plötzlich viel größer als Dinge im Hintergrund. Diese durch die Perspektive bestimmte, scheinbare Größenänderung ist ein sehr gutes Gestaltungsmittel – und meistens auch sehr leicht umzusetzen: Dazu müssen Sie nur nah an das Motiv herangehen und es mit Weitwinkel fotogra­fieren. Den stellen Sie bei Zoomkameras mit einem Druck auf die Zoomwippe ein, bei Spiegelreflex­kameras genügt der Griff zum Objektiv.

Tipp. Bilder mit flacher Perspektive (Telebrennweite auf entferntes Motiv) wirken langweilig, gewinnen aber durch plakative Farben und Formen an Aussage. Bilder mit tiefer Perspektive (Weitwinkel auf nahes Motiv) wirken sehr plastisch, durch die verzerrten Proportionen auch humorvoll.

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