Fototipp Schmuddelwetter Meldung

Kürzer belichten bei schlechtem Wetter.

Kälte, Dunst, Nieselregen, Dämmerlicht: Für Fotografen hat Schmuddelwetter einen besonderen Reiz. Sie profitieren von den diffusen Lichtverhältnissen. Dann ist der Kontrastumfang zwischen hellen und dunklen Bildpartien bei bedecktem Himmel so gering, dass Film und Digitalsensoren besser damit fertig werden als bei strahlendem Sonnenlicht. Oft kann der Kontrast der Bilder per Computer oder im Fotolabor sogar noch verstärkt werden. Das verbessert die Zeichnung in Licht- und Schattenpartien der Fotos noch mehr. Dunst und Nieselregen sorgen zudem für weiche Konturen.

Probleme bei Schmuddelwetterfotos: Wer bei Regen oder Schneefall blitzt, bekommt im Bildvordergrund mehr oder weniger große leuchtende Tropfen oder Flocken. Das verdirbt jedes Bild. Besser ist, Tageslicht oder Fremdlicht, beispielsweise von Straßenlaternen, zu nutzen, und es bei Regen über lange Belichtungszeiten„Bindfäden“ regnen zu lassen. Schneefall wirkt bei kürzerer Belichtung besser, dann tanzen die Flocken in der Luft.

  • Tipp. Wer die etwas düstere Stimmung bei trübem Wetter abbilden will, sollte nicht vergessen, dass der Belichtungsmesser tristes Grau nicht von Sonnenlicht unterscheiden kann. Wer also die düstere Stimmung unterstreichen will, sollte die Bilder ein bis zwei Blenden schwächer belichten.

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