Fototipp Porträts II Meldung

Bessere Bilder ohne Hintergrund.

Das Fotomodell ins rechte Licht zu rücken ist Grundlage für gute Porträts. Es gibt aber noch andere Kniffe: Für gefällige Proportionen der Gesichter sollte die Brennweite des Aufnahmeobjektivs zwischen Normal und kurzem Tele liegen – beim Kleinbildformat zwischen 50 und 80 Millimeter. Für Digitalkameras entspricht das den normierten Werten zwischen 1 und 1,6 (siehe Test Digitalkameras). Weitwinkelobjektive hingegen verzerren die Proportionen. Die Stirn wird flach, die Nase größer als sie ist. Über solche Bilder ist die Freude selten groß. Achten Sie auch darauf, dass der Bildhintergrund nicht über Gebühr vom Fotomodell ablenkt. Farbtupfer neben dem Kopf, Möbel oder Gegenstände wie Statuen, Telegrafenmasten können das Porträt nachhaltig stören. Besser ist eine einfarbige schattenfreie Fläche. Das Modell lässt sich aber auch durch eine große Blende vom Hintergrund lösen. Je kleiner der Blendenwert, desto unschärfer der Hintergrund. Viele Sucherkameras stellen das selbsttätig über ihre Porträt-Automatik ein. Die Schärfe-ebene sollte auf den Augen liegen.

Tipp: So mancher, der fotografiert wird, nimmt eine unnatürliche Haltung an oder blickt starr. Natürliche Porträts entstehen am ehesten, wenn Sie Ihr Modell in seiner gewohnten Umgebung aufnehmen. Dort entspannen sich die Gesichtszüge meist.

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