Fototipp Porträts I Meldung

Einfache Regeln für gute Bilder.

Kompaktkamera, bei wenig Umgebungslicht geblitzt, genau von vorn – das ergibt mit Abstand die schlechtesten Porträts: rote Augen, flächige Gesichter, eventuell mit einem Schlagschatten an der Nase. Dabei ist es gar nicht so schwierig, gute Porträts zu machen. Der Kamerablitz taugt bestenfalls zum vorsichtigen Aufhellen im Zusammenspiel mit anderen Lichtquellen (siehe Fototipp Aufhellblitz in test 11/04). Besser ist Seitenlicht. Die lichtabgewandte Gesichtsseite sollte aber nicht total im Schatten liegen. Das wirkt meist zu krass. Dagegen hilft, die Schattenseite mit einer zweiten Lichtquelle (Lampe oder Blitz, siehe dazu auch test 4/05: Kamerazubehör) oder einer Styroportafel als Reflektor aufzuhellen, mit dem Hauptlicht am besten auf der kameraabgewandten Gesichtsseite. Lassen Sie Ihr Fotomodell ein wenig über die Schulter in die Kamera blicken, das vermeidet einen zu vordergründigen Oberkörper. Und der Kopf sollte etwas in Richtung Kamera gebeugt sein, das vermeidet einen dicken Hals.

Tipp. Ob das Fotomodell in die Kamera sehen soll oder nicht, darüber streiten sich die Fotoprofis. Wenn es in die Kamera sieht, dann ein wenig aus dem Augenwinkel – das wirkt gefälliger. Die Nase sollte die äußere Gesichtslinie aber nicht trennen.

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