Fototipp Polarisationsfilter Meldung

Polarisationsfilter mindern Spiegelungen und peppen gleichzeitig die Farben auf.

Den Fisch im Wasser fotografieren – ohne Polarisationsfilter, kurz Polfilter genannt, ist das fast unmöglich. Lichtspiegelungen an der Wasseroberfläche sind schuld, dass man die Fische eher ahnt als sieht. Ein Polfilter sperrt das reflektierte Licht weitgehend aus. Dafür wird so lange am Filter gedreht, bis der Effekt eintritt. Andere Beispiele: Wer einen See anvisiert, kann mit dem Polfilter das Oberflächenglitzern beseitigen, dann wirkt das Gewässer dramatisch dunkel. Oder der Blick durch eine Fensterscheibe: Ohne Polfilter ist das Spiegelbild des Fotografen zu sehen, mit Filter das, was hinter der Scheibe ist. Das geht auch bei leicht dunstigem Himmel. Ein Dreh am Filter und das Himmelblau wird kräftiger, der Kontrast zu den Wolken deutlicher. Ob Pflanzen, Dächer, Straßen – immer wenn Licht reflektiert wird, wird der Bildeindruck durch das Filter verändert. Doch Polfilter schlucken Licht, rund zwei Blenden. Das bedeutet: vierfache Belichtungszeit.

Es gibt lineare und zirkulare Polfilter. Für moderne Digital- und Analogkameras ist meist das teurere zirkulare nötig.

Tipp

Polfiltereffekte lassen sich nur bei Spiegelreflexkameras optimal im Sucher beurteilen, deutlich schlechter auf Digitalkameradisplays oder Suchermonitoren. Bei Sucherkameras hält man das Filter vors Auge und dreht es, bis der gewünschte Effekt eintritt. In dieser Position kommt das Filter auf die Kamera.

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