Fototipp Meldung

Bei analogen Fotoapparaten waren Fotofilter zum Schutz der Linse, gegen Farbstiche oder Unschärfen oder für optische Tricks und Effekte unabdingbar. Bei der digitalen Fotografie sind fast alle optischen Filter überflüssig. Farbfilter kann man bei Digitalkameras schon durch einen entsprechenden Weißabgleich in der Kamera nachbilden. Farbspielereien und Lichteffekte lassen sich bei der nachträglichen Bearbeitung am PC per Mausklick einfügen. Es gibt aber ein Filter, ohne das auch die Digitaltechnik nicht auskommt: das Polarisationsfilter, auch Polfilter genannt. Es wirkt gegen Reflexionen. Damit kann man Spiegelungen etwa auf einer Wasseroberfläche oder in einer Fensterscheibe stark vermindern. Sonnenlicht, das sich in feinem Dunst spiegelt, wird ebenfalls ausgeblendet. So wirkt der Himmel blauer, Landschaftsfarben satter, der Schärfeeindruck ist besser.

Das Filter wird vor das Objektiv geschraubt oder im Notfall gehalten und durch Drehen so ausgerichtet, dass die beste Wirkung erzielt wird. Die Kontrolle geschieht über den Kameramonitor oder bei Spiegelreflexkameras durch den Sucher. Für Kompaktkameras ohne Filtergewinde gibt es meist passende Adapterringe als Sonderzubehör.

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