Fototipp Meldung

Sonne im Rücken. So fangen Fotografen das Himmels­blau satt ein.

Im Hintergrund ein tiefblauer Himmel mit weißen Wolken-Wattebäuschen – so muss ein Urlaubs­foto sein. Das gelingt am besten mit dem Rücken zur Sonne. In ihrem Licht strahlen Wolken reinweiß und der Himmel zeigt sich im besten Königs­blau. Beim Blick in die Gegen­richtung, zur Sonne hin, ist solch ein Foto praktisch unmöglich. Wolken zeigen aus dieser Perspektive ihre dunkle Schattenseite und der Himmel wirkt hell- statt dunkelblau. Die je nach Sonnen­stand und Blick­richtung variierende Farbe des Himmels erklärt sich durch die unterschiedliche Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre: Blaues Licht wird stärker reflektiert als rotes. Mit der Sonne im Rücken fängt die Kamera all das reflektierte blaue Licht ein, das beim Blick in Richtung Sonne verloren­geht. Der Effekt heißt Rayleigh-Streuung – benannt nach seinem Entdecker Baron Rayleigh, auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen John William Strutt.

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