Fototipp Infrarotbilder Meldung

Wer sich die Kosten für das teure Infrarotmaterial sparen will: Als Filterersatz genügt ein Streifen unbelichteter, aber entwickelter Diafilm, am besten zwei Schichten übereinander. Und einen Infraroteffekt bekommt auch, wer herkömmlichen Schwarzweißfilm durch ein starkes Rotfilter (ab 15 Euro) belichtet. Nur sind die Effekte schwächer als mit speziellem Material.

Durch das Infrarotfilter entdecken Sie eine bizarre Welt.

Bei Infrarotbildern kommt eine eigentümliche Stimmung auf. Sie entsprechen einfach nicht unserem Weltbild. Laub von Bäumen reflektiert das Infrarotlicht besonders stark und es wirkt dadurch weiß, Wasser dagegen schwarz. Und je kräftiger das Himmelsblau, desto dunkler wird es abgebildet. Wolken treten dramatisch und plastisch hervor. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Sonne scheint, desto besser sind die Effekte.

Für die Infrarotfotografie genügt neben einer herkömmlichen Kamera ein Infrarotfilter fürs Objektiv (zum Beispiel Heliopan IR, ab 40 Euro) und Infrarotfilm (zum Beispiel Kodak HIE, 14 Euro). Beides ist im Fachhandel erhältlich. Achtung beim Film: Er ist wärmeempfindlich, muss also im Kühlschrank aufbewahrt werden. Schon bei Zimmertemperatur verdirbt er schnell.

Tipp: Den Film in einer Kühlbox transportieren, unmittelbar vor dem Fotografieren einlegen und nach dem Bild sofort wieder kühlen. Und vorab ein Labor suchen, das die Filme zügig verarbeitet. Außerdem sind die Belichtungszeiten lang, ein Stativ ist also unabdingbar.

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