Fototipp Effektfilter (Prismen) Meldung

Sternfilter und Prismen zaubern Schwung und effektvolle Hingucker in langweilige Motive.

Das Stillleben „Blumenstrauß in Vase“ oder „Obstkorb mit Weinflasche vor dunklem Hintergrund“ – solche Fotos mögen zwar nett anzusehen sein, sind aber letztlich wenig interessant. Mit Effektfiltern können sie wirkungsvoll aufgepeppt werden. So zeichnet ein Sternfilter bei Glanzpunkten auf den Gegenständen äußerst interessante sternförmige Lichtstrahlen ins Bild – auch bei punktförmigen Lichtern von Nachtaufnahmen oder Reflexen auf Wasser. Diesen Sterneffekt gibt es von drei- bis achtfach. Die Anzahl der Lichtstreifen allerdings ist kein Qualitätsmerkmal. Oft wirken weniger Streifen besser.

Prismenlinsen dagegen vervielfältigen den Bildinhalt, beim Dreifachprisma erscheint das Fotomotiv dreimal rund um den Bildmittelpunkt herum. Und wenn während einer Camcorderaufnahme das Filter gedreht wird, kreisen die drei Abbildungen um die Bildmitte – ein sozusagen traumwandlerischer Effekt. Prismen gibt es mit bis zu 25 Flächen, mit oder ohne Mittelteil, bei dem das Motiv auch im Zentrum abgebildet wird.

Ein Sonderfall sind parallele Prismenlinsen. Die zeigen auf einer Bildhälfte das Motiv vollständig und auf der anderen Seite mehr oder weniger schmale Streifen davon. Das gibt dem Bild dann einen äußerst dynamischen Bewegungseffekt.

Tipp:

Alle Effektfilter werden einfach vor das Aufnahmeobjektiv gesetzt. Die stärkste Wirkung wird mit mittlerer Brennweite zwischen Normalobjektiv und kurzem Teleobjektiv erreicht. Belichtung: Blende 11. Die Filter kosten ab etwa 30 Euro. Bei einigen Objektiven dreht sich beim Einstellen die Frontlinse. Deshalb Kamera erst ohne Filter auf das Motiv einstellen. Erst dann wird das Filter aufgesetzt und gedreht, bis der gewünsch­te Effekt erreicht ist.

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