Fototipp Blumenbilder Meldung

Was das Auge nicht mehr sieht, zeigt die Kamera.

Bunte Blumen, aus fünf Meter Abstand oder mehr betrachtet, sind kaum mehr als ein hübscher Farbkontrast in der Landschaft. Besonders reizvoll sind Blüten von nahem. Ihre feinen Staubfäden, den Stempel oder andere Details aus der Insektenperspektive zu sehen – dabei hilft uns die Kamera: Manche Modelle, wie beispielsweise die Samsung Digimax i6 aus dem Digitalkameratest gestatten Fotos mit wenigen Zentimetern Abstand zum Objekt. Dann sind sogar die einzelnen Pollen der Blüte oft noch gestochen scharf sichtbar.

Doch solche Großaufnahmen, Makros genannt, haben ihre Tücken: Die starke Vergrößerung führt bei weit geöffneter Blende zu sehr geringer Tiefenschärfe. Folge: Der Stempel ist beispielsweise noch scharf zu sehen, die Staubfäden aber sind unscharf.

Die Lösung: Das Makro-Belichtungsprogramm vieler Kameras stellt beim Fotografieren kleine Blenden ein und erweitert so den Schärfebereich. Das aber führt zu längeren Belichtungszeiten und somit im schlimmsten Fall zu verwackelten Bildern. Dagegen wiederum hilft ein Stativ, oder die Kamera wird beim Belichten aufgelegt.

Tipp. Manche Kameras, wie die Sony T9 aus dem Test, bieten optomechanische Bildstabilisatoren. Die ersetzen zwar kein Stativ, können Freihandbilder aber deutlich verbessern.

Dieser Artikel ist hilfreich. 129 Nutzer finden das hilfreich.