Ein Grund­stücks­eigentümer kann das Fotografieren und Filmen zu gewerb­lichen Zwecken auf seinem Grund­stück verbieten oder dafür ein Entgelt verlangen, auch wenn das Grund­stück öffent­lich zugäng­lich ist. Das hat im Dezember der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden.

Dabei ging es um einen Streit zwischen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die unter anderem das Pots­damer Schloss Sans­souci verwaltet, auf der einen Seite und einer Foto­agentur, einem DVD-Anbieter und einem Internet-Foto­portal auf der anderen Seite. Letztere hatten ohne Erlaubnis der Stiftung Bilder vermarktet, die von ihr verwaltete Schlösser und Parks zeigen. Dagegen waren die Schloss­verwalter vorge­gangen. Sie verlangen für das gewerb­liche Foto­grafieren auf ihren Grund­stücken ein Entgelt – und bekamen vor dem BGH recht. Hobby­fotografen, die ohne gewerb­liche Absichten knipsen, sind davon aber ebenso wenig betroffen wie Fotos, die von außer­halb der Grund­stücke aufgenommen werden.

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