Fotoentwicklung Meldung

Ein Fotoladen darf die Herausgabe von Fotos nicht allein deshalb verweigern, weil der Kunde die Abholscheine nicht vorlegt. Die oft verwendete Klausel "Rückgabe nur gegen Vorlage dieses Abholausweises" ist unzulässig, entschied das Oberlandesgericht Nürnberg auf Klage des Berliner Verbraucherschutzvereins gegen eine Elektrohandelskette (Az: 3 U 4350/98).

Demnach darf der Kunde auch auf andere Weise den Beweis seines Eigentums führen. Unzulässig ist es außerdem, die Rückgabe der Filme zu verweigern, weil seit der Abgabe drei Monate vergangen sind (Dreimonatsfrist). Durch die anschließende Vernichtung des Fotomaterials könne der Kunde erheblichen ideellen und materiellen Schaden erleiden, argumentierten die Nürnberger Richter.

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