Tipps...

...für gutes Fotografieren

  • Bessere Kamera. Nicht nur Pixel zählen, auch die Optik. Gute Kameras entsprechend Ihren persönlichen Wünschen finden Sie im Produktfinder Digitalkameras.
  • Bessere Bilder. Die Stiftung Warentest bewertet die Bild­qualität bei auto­matischen Einstel­lungen. Seit 2009 zusätzlich auch mit manuellen Einstel­lungen. Viele Kameras liefern bessere Bilder, wenn sie manuell bedient werden. Studieren Sie die Gebrauchs­anleitung Ihrer Kamera und experimentieren Sie mit den Einstel­lungen.
  • Bessere Farben. Ein manueller Weiß­abgleich kann die Farben natürlicher und klarer machen. Schauen Sie in die Gebrauchs­anleitung Ihrer Kamera.
  • Mehr Schärfe. Ihre Aufnahmen sind unscharf? Prüfen Sie, ob Sie dem Auto­fokus genügend Zeit zum Scharf­stellen geben. Drücken Sie den Auslöser zunächst nur halb nach unten, warten Sie auf das Signal der Kamera und voll­enden Sie die Aufnahme erst dann. Wenn das nicht hilft, schalten Sie den Auto­fokus ab (wenn möglich). Regeln Sie die Bild­schärfe statt­dessen manuell.
  • Mehr Licht. Die Auto­matik versucht in jeder Situation brauch­bare Aufnahmen zu liefern. Bei schwacher Beleuchtung geht das oft daneben. Die Kamera wählt lange Belichtungs­zeiten und die Aufnahmen verwackeln. Oder der Verwack­lungs­schutz rettet die Aufnahme, ruiniert aber die Bild­qualität, weil die Farben rauschen. Sorgen Sie für besseres Licht. Fotografieren Sie mit Foto­leuchte. Verwenden Sie ein Stativ, damit Sie verwack­lungs­frei belichten können und wählen Sie die Belichtungs­zeit manuell.
  • Weniger Auflösung. Passen Sie die Auflösung Ihrer Kamera an Ihre Bedürf­nisse an. Weniger Pixel spart Speicher­platz und bringt Geschwindig­keit. Große Daten­mengen machen die Kamera meist lang­samer. Reduzieren Sie die Anzahl der Pixel im Kame­ramenü. Experimentieren Sie mit der Einstellung und finden Sie heraus, bei welcher Auflösung Ihre Kamera noch gute Bilder macht.
  • Richtige Auflösung. Die Pixelzahl sagt weniger über die Bild­qualität aus als darüber, wie groß das Papier­bild sein kann: Für Abzüge bis Post­kartenformat reichen zwei bis drei Megapixel. Vier bis fünf Megapixel taugen bereits für Abzüge in Postergröße. Fotos fürs Internet müssen ohnehin herunter­gerechnet werden. Hier sind zwei Megapixel mehr als genug.

...für richtiges Bearbeiten und Entwick­lung

  • Bild­ver­arbeitung am PC. Das Programm liegt der Kamera bei oder wird extra gekauft. Vorsicht: Beim JPEG-Format wird bei jedem Speichern erneut komprimiert. Steigen Sie deshalb bei mehr­stufiger Bild­bearbeitung auf verlust­freies Format wie TIFF um. Erst am Ende wieder als JPEG speichern. Für die richtige Farb­wieder­gabe kalibrieren Sie vorher den Bild­schirm. Dabei hilft das Digital Quality Tool der Foto­industrie (www.cipho.de).
  • Richtiges Format wählen. Viele Digitalkameras nehmen Bilder sowohl im Seiten­verhältnis 3:2 als auch 4:3 auf. Früher gab es Papier­abzüge nur im 2:3-Format, also etwa 10x15. Abzüge von 4:3-Aufnahmen hatten dann entweder weiße Ränder, waren oben und unten ange­schnitten oder der Fotograf musste vorher selbst einen 2:3-Ausschnitt wählen. Heute ist das meist kein Problem mehr: Sie müssen nur die gewünschte Länge der kürzeren Seite angeben, etwa 10er, 11er oder 40er – das Papier wird auto­matisch angepasst. Ein 10er-Abzug im 2:3-Format misst so 10x15, im 4:3-Format 10x13,3 Zenti­meter.
  • Die Bild­optimierung. Fast alle Dienste bieten die Option einer auto­matischen Bild­optimierung. Die Software erkennt anhand bestimmter Merkmale zum Beispiel Strand­szenen, Schnee­land­schaften oder Gesichter in den Bildern und passt entsprechend Farben und Kontraste an. Mit wenig Aufwand fotografierte Urlaubs- oder Familien­fotos werden durch die Optimierung oft sicht­bar besser. Bilder, bei denen Sie mehr Mühe auf das Einfangen bestimmter Licht­stimmungen, Farb­kompositionen oder differenzierter Hell-Dunkel-Kontraste gelegt haben, sollten Sie dagegen lieber ohne Optimierung bestellen. Grund: Für solche Bilder bringt die Auto­matik tendenziell eher verschlechterte Qualität. Wenn Sie Bilder mit diesen Effekten bereits selbst mit einem Bild­bearbeitungs­programm nachbearbeitet haben, bringt die Auto­matik nur noch eine Verschlimm­besserung.
  • Hoch­laden per Internet. Wählen Sie beim HTML-Upload die Bilder einzeln aus und über­tragen Sie erst anschließend. Beim Java-Upload können Sie mehrere Bilder gleich­zeitig auswählen und über­tragen. Allerdings müssen Sie Java zuvor akti­vieren. Ein so genannter Client ist ein Programm des Anbieters, das bei der Bestellung hilft (vorher herunter­laden). In jedem Fall sollten Sie die Bild- und Dateigröße so wählen, dass sie im „optimalen“ Bereich liegt (wird meist ange­zeigt).
  • Reklamieren. Ob im Internet oder beim Händler: Reklamieren Sie farb­stichige oder fehlbelichtete Abzüge.

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