Fotodienste Test

Der Sommer­urlaub ist vorbei, die Fotos sind von der Digitalkamera auf die Fest­platte gebracht, und die schönsten Bilder sollen jetzt auch als Papier­abzug glänzen. test hat zwölf Anbieter von digitalen Fotodiensten getestet. Die besten Bilder gibts bei Aldi und Foto Quelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Digitale Fotodienste.

Bestellung übers Internet

Im Test waren Lebens­mittel­discounter, Drogerieketten, Elektromärkte und reine Onlinefo­todienste. Übers Internet haben die Test­personen bei jedem Anbieter mehrere Premium­abzüge im 10er-Format und Poster im 40er-Format bestellt und nach­hause liefern lassen. Die Experten beur­teilten Bestell­vorgang, Angebots­umfang und natürlich die Bild­qualität – aber auch wie die Anbieter mit Nutzer­daten umgehen und wie ihre Websites gestaltet sind.

Aldi und Quelle vorn, Foto.com hinten

Die besten Bilder, zeigte sich, gibt es bei Aldi und Foto Quelle. Beide liefern sowohl bei 10er-Abzügen als auch bei Postern gute Bild­qualität. Aldi gehört zugleich zu den preisgüns­tigsten Anbietern im Test: 50 Fotos kosten hier inklusive Neben­kosten 6,49 Euro, drei Poster knapp 17 Euro. Auch dm, Saturn und Schle­cker liefern sowohl Fotos als auch Poster in noch guter Qualität, die Fotos sind aber teurer als bei Aldi und Foto Quelle. Lidl, insgesamt ebenfalls gut und günstig, schwächelt bei der Posterqualität. Bei allen sechs Anbietern lief die Bestellung weit­gehend problemlos. Am schlechtesten schneidet Foto.com ab. Die Bild­qualität ist mittel­mäßig bis ausreichend, die Website ist insgesamt mangelhaft. Auch die anderen reinen Online­dienste Kodak Gallery, Pixum und Snapfish konnten nicht über­zeugen.

Bild­qualität verbessert

Insgesamt ist die Qualität im Vergleich zum Test 2005 deutlich besser geworden. War vor fünf Jahren noch jedes dritte Foto mangelhaft, haben die Gutachter diesmal nur selten so schlechte Bilder gesehen. Auch schwankte die Qualität inner­halb eines Anbieters nicht mehr so stark wie früher. Allerdings schafft es kein Fotod­ienst, alle Arten von Motiven in der gleichen Qualität zu entwickeln – hier zeigen sich die Nachteile der auto­matisierten digitalen Entwick­lungs- und Druck­verfahren. Auch die auto­matisierte Bild­optimierung klappt mal besser und mal schlechter.

Hoch­laden und Bestellen reibungs­los

Die Bilder hoch­zuladen und zu bestellen, klappte fast immer reibungs­los, ebenso die Lieferung. Der Upload von 10 Megabyte Bild­daten dauerte mit einer schnellen DSL-Verbindung im Schnitt etwa andert­halb Minuten. Die mitt­lere Liefer­zeit für 10er-Abzüge lag bei etwa zwei Tagen, für Poster bei drei. Einzig der Angebots­umfang lässt manchmal zu wünschen übrig: Nicht über­all können Kunden zwischen Hoch­glanz und Matt sowie verschiedenen Papier- oder Entwick­lungs­qualitäten wählen.

Umgang mit Nutzer­daten: Licht und Schatten

Infos zur Reklamation finden Kunden oft nur im Klein­gedruckten und dann meist so verklausuliert, dass sie unver­ständlich bleiben. Genaue Zahlungs- und Lieferbedingungen gibt es meist erst beim Bestellen. Licht und Schatten beim Umgang mit Nutzer­daten: Kaum ein Anbieter will vom Kunden mehr wissen, als er für den Auftrag unbe­dingt wissen muss. Alle verschlüsseln Adress- und Konto­daten. Doch ob und wann er die Daten später löscht, bleibt oft unklar. Ebenso, ob er sie an Dritte weitergibt. Und fast nie erfährt der Kunde etwas über den Ort der Daten­speicherung. Statt konkreter Infos gibt es viel wohl­formuliertes Blabla – hier gabs in den letzten Jahren keine Verbesserung.

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