Fotobücher im Test Test

Macht Freude. Fotobücher halten Erinnerungen fest, viele werden verschenkt.

Die moderne Version des Foto­albums gibt es als Digital­druck und, etwas teurer, als klassischen Foto­abzug. Einen großen Mehr­wert bietet die Premium­variante nicht immer.

Dicke Folianten aus Kunst­leder. Verwackelte Schnapp­schüsse. Schief geklebte Foto­ecken. All das ist Geschichte. Das Album des digitalen Zeit­alters heißt Foto­buch. Laut Werbung können es selbst Ungeübte mit ein paar Klicks zusammen­stellen. Doch ist die Herstellung der Bücher wirk­lich so simpel? Wie verläss­lich arbeiten die Anbieter? Und lohnt das Investment in teure Luxus-Editionen?

Vielfältiges Angebot

Wir haben bei zwölf Anbietern sowohl die Stan­dard­bücher (Digital­druck) als auch die exklusi­veren Varianten mit chemischen Abzügen auf Fotopapier getestet. Die Ergeb­nisse konnten sich sehen lassen. Benutzerfreundlich­keit, Service und Bild­qualität über­zeugten allerdings nicht über­all. Vor allem vom Premiumsegment hatten wir uns mehr Qualität erwartet.

Details machen den Unterschied

Fotobücher im Test Test

Rote Augen. Gute Anbieter korrigieren rote Augen immer, andere selbst bei Wahl der auto­matischen Optimierung nicht.

Rote Augen. Gute Anbieter korrigieren rote Augen immer, andere selbst bei Wahl der auto­matischen Optimierung nicht.

Fotobücher gibt es in diversen Formaten, auch Papierqualität und Einband lassen sich variieren. Meist können Nutzer sie direkt über die Website des Anbieters oder auch mobil per App erstellen. Mehr Bedien­komfort und das sichere Speichern von Entwürfen bietet aber die stets kostenlose Software zum Herunter­laden. Damit platzieren Kunden Bilder nach Belieben auf den Seiten und gestalten ihr Buch.

Die Testbücher erreichten uns im Schnitt nach drei bis fünf Tagen. Bei Foto­kasten und oft auch bei Post­erXXL vermissten wir die übliche Versand­information per Mail. Meist waren wir aber mit der Abwick­lung der Bestellung zufrieden. Mehr Service, etwa das Speichern fertiger Alben zur Nachbestellung und verbraucherfreundliche Zahlarten, boten unter anderem Pixum, Saturn und Müller. Sie lieferten auch die besten Fotobücher – Stan­dard wie Premium.

Technik für Bequeme

Alle Programme liefen fehler­frei und führten intuitiv zum Ziel. Eilige können ihnen die Arbeit ganz über­lassen. Die Software verteilt die Bilder dann auto­matisch auf den Buch­seiten. Viele Kunden gestalten ihre Fotobücher aber lieber individuell – mit Fotomon­tagen, Schwarz-weiß-Optik oder Rahmen und korrigieren Bild­fehler selbst. Bei Myphotobook jedoch lassen sich weder rote Augen entfernen noch Bilder schärfen.

Achtungs­erfolg für Stan­dard­bücher

Die Stan­dard­varianten schonen die Haus­halts­kasse. Im Digital­druck sind Fotobücher durch­schnitt­lich 6 Euro billiger als die Premium­varianten. Die teureren Bücher mit Foto­abzügen punkten jedoch mit satten Farben und brillanten, kontrast­reichen Bildern. Sie zeigen auch nicht das Punkt­raster der Digital­drucke. Lohnt also der Aufpreis? Nicht immer. Zwar gewinnen insbesondere Land­schaften und Porträts an Brillanz, doch bei auto­matischer Optimierung litten zum Beispiel Architekturfotos mit feinen Strukturen. Makel fanden wir auch bei den auto­matisch optimierten Premi­umpro­dukten von Foto­buch und Media Markt: Der weiß-blaue Himmel über Bayern zeigte Abstufungen statt eines glatten Verlaufs

Fotobücher im Test Test

Farb­verlauf. Das Himmels­blau wirkte bei einigen Fotobüchern unnatürlich, bei anderen war der Verlauf nicht glatt.

Mobile Geräte mischen mit

Wer Handy­bilder ins Foto­buch integrieren will, hadert oft mit der Qualität der Aufnahmen. Hier hilft die auto­matische Bild­optimierung am meisten. Bei qualitativ besseren Fotos war sie seltener hilf­reich. Tablets nehmen inzwischen nicht nur brauch­bare Bilder auf. Sie helfen per App auch beim Gestalten von Fotobüchern. Wir nutzten exemplarisch die Anwendung von Cewe (Testergebnisse: Fotobücher Produktmerkmal „Produzierendes Labor“). Das Ergebnis stand den am Rechner erstellten Exemplaren nicht nach. Die Apps für Android und Apples iOS funk­tionierten reibungs­los und sendeten nur erforderliche Daten. Den Komfort der App schränken die im Vergleich zu Notebooks und PCs kleinen Displays von Tablets jedoch ein. Die Gestaltung der Seiten ist mühsamer als am PC. Mit einem Smartphone und seinem noch kleineren Display würden wir kein Foto­buch erstellen wollen.

Multimedia im Buch

Gute Fotos sind eine schöne Sache. Bewegende Momente, etwa Babys erste Krabbel­versuche, geben bewegte Bilder aber besser wieder. Daher speichert zum Beispiel das Cewe­Labor Kunden­videos im Internet und druckt einen so genannten QR-Code in die Fotobücher. Das Smartphone über­setzt die Würfelgrafik des QR-Codes in einen Internetlink zum Film und lädt das Video herunter. Ein Beispiel finden Sie unten.

Eine Speicherdauer von 30 Jahren kostet bei Pixum und Saturn pro Video 15,99 Euro. Drei Jahre sind für 1,99 zu haben. Tech­nisch Versierte speichern ihre Videos selbst im Internet und erzeugen die QR-Codes dazu. Die fügen sie einfach statt eines Bildes ins Foto­buch ein. Das ist etwas mühsamer, aber ohne Extra­kosten.

Ein Hauch Magie

Es gibt sogar schon Bücher mit Bildern, die sich von selbst bewegen. Das klingt ein wenig nach Magie und Harry Potter, ist aber schnöde Technik: Eine USB-Schnitt­stelle zum Einspielen eigener Videos, der Daten­speicher, ein Akku und das Display stecken im Einband. Wie gut das funk­tioniert? Lesen Sie mehr dazu in unserem Schnell­test Fotobuch mit Videofunktion.

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