Foto-Digitalisierungsservice Meldung

Nach den Ferien herrscht in den Fotolabors wieder Hochbetrieb. Neben normalen Papierbildern verlangen viele Hobbyfotografen zunehmend die Digitalisierung ihrer Urlaubsfilme auf CD-Rom. Das kostet nur noch 10 bis 15 Mark.

Fotofreunde, die weder Digitalkamera noch Scanner besitzen, können ihren Computer trotzdem fürs Fotohobby nutzen: wenn sie ihre konventionell geschossenen Fotos fachmännisch digitalisieren lassen. Die Brücke von der analogen Film-Fotowelt zur digitalen Bilderwelt schlägt die CD-Rom. Fast alle Fotogeschäfte und Filmannahmestellen bieten mittlerweile den Service, Fotos auch auf CD zu digitalisieren.

Besonders günstig ist diese Dienstleistung, wenn sie gleich zusammen mit der Filmentwicklung und den Erstabzügen bestellt wird: 10 bis 15 Mark. Die meisten Auftragstaschen haben schon jetzt ein CD-Kästchen zum Ankreuzen, und man erhält mit den Negativen und Bildern auch eine Foto-CD mit sämtlichen Aufnahmen des Films digital gespeichert. Je nach Vertragslabor des Fotohändlers heißen diese CD-Roms Image CD, Kodak Picture CD, Revue CD, Fujicolor CD oder einfach nur Foto-CD.

Mit oder ohne Software

Die Bilder haben eine Auflösung von etwa 1.024 x 1.536 Pixel. Da nahezu alle Großlabors mit gleichen oder ähnlichen Filmscannern arbeiten, unterscheiden sich die Produkte kaum in der Qualität der Digitalisierung. Unterschiede gibt es jedoch bei der Ausstattung der Foto-CDs. Das reicht von einer völlig nackten Scheibe, auf der nur die Bilddaten des gescannten Films gespeichert sind, bis zu etlichen hundert Megabyte mehr oder weniger sinnvoller Software-Zugabe. Wer bereits genügend Bildbearbeitungssoftware besitzt, benötigt nur eine simple, übersichtliche Bildspeicherung. Wer keine derartige Software auf seinem Rechner hat, sollte ein Angebot wählen, das ausreichend kostenlose Software für Bildverbesserungen, Ausschnitte, Retusche des Rote-Augen-Effekts und für die Betextung mitliefert.

Da kann man auch ohne Digitalkamera schon mal testen, wie einfach sich digitalisierte Bilddaten korrigieren, verfremden, gestalten und natürlich auch manipulieren lassen ­ die Foto-CD praktisch als Digitalfoto-Schnupperkurs. Und wer auf den Geschmack gekommen ist und eine Digitalkamera kauft, braucht den guten alten Fotoapparat nicht zu vernachlässigen: Mit einer Foto-CD integrieren sich auch diejenigen Schnappschüsse ins digitale Fotohobby, die weiterhin auf Film aufgenommen werden. Ein Aspekt, der besonders Besitzern hochwertiger Spiegelreflexausrüstungen entgegenkommt, die damit nicht auf ihre teuren Objektive und deren vielfältige Möglichkeiten verzichten müssen. Ein pfiffiger Nebeneffekt der Digitalisierung ist die Foto-E-Mail. Denn sind die Bilder einmal digitalisiert, lassen sie sich problemlos als Anhängsel einer E-Mail verschicken.

Selbstverständlich kann man die Bilder von Foto-CDs auch ausdrucken. Dafür eignen sich besonders die zumindest in der Anschaffung relativ preiswerten Farb-Tintenstrahldrucker. Die Scanauflösung der CDs langt jedoch kaum für wirklich gute Bilder im üblichen Din-A4-Format (20 x 30 Zentimeter). Da hilft nur der kleine Trick, das teure Spezialpapier mit einem Cutter jeweils auf A5-Format zu halbieren (Vorsicht: Fingerabdrücke auf der Schichtseite vermeiden!) und dann darauf 13

x 18 Zentimeter große Bilder zu drucken. Das spart viel Frust und Enttäuschung, Tinte und teures Papier.

So schön dieser neue Foto-Digitalisierungs-Service für konventionelle Filme auch ist ­ eigentlich fehlt auf jeder CD der Warnhinweis: "Achtung: Diese Foto-CD enthält nicht alle Bilddaten Ihrer Aufnahmen ­ bitte bewahren Sie Ihre Negative sorgfältig auf!" Denn mit einer Auflösung von 1.024 x 1.536 Pixeln pro Kleinbildaufnahme werden längst nicht alle Details vom Scanner erkannt und digitalisiert. Folglich können zum Beispiel keine ansehnlichen Posterprints oder Ausschnittvergrößerungen gelingen. Die Scanauflösung wird für eine Foto-CD derzeit auf drei bis vier Megabyte an Bilddaten beschränkt, während in jeder konventionellen Kleinbildaufnahme tatsächlich 30 bis 50 Megabyte stecken.

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