Lotse durch die Wellnesslandschaft

Wellnessberater arbeiten nach dem Verständnis der Industrie- und Handelskammern an der Schnittstelle zwischen kaufmännischen und therapeutischen Bereichen, etwa in Wellness- und Sporthotels, großen Fitnesscentern oder Bädern. Die Aufgabe des Wellnessberaters ist es, dem Besucher die Dienstleistungen und Produkte seiner Einrichtung zu erörtern und ihn so durch die Wellnesslandschaft zu lotsen. Für die individuelle fachliche Beratung des Gastes in Bezug auf Ernährung, Sport oder Massagen muss der Wellnessberater jedoch an Fachleute wie Ärzte, Ernährungsberater, Trainer oder Masseure verweisen. Denn Beratung, die auf Verhaltensänderung beim Kunden abzielt, bleibt aus fachlichen und rechtlichen Gründen den zuständigen Experten vorbehalten.

Kein Ausbildungsberuf

Der Wellnessberater ist eine Zusatzqualifikation, kein Ausbildungsberuf. Deshalb kann das Zertifikat auch keinen Berufsabschluss ersetzen. Für Lehrgangs-Teilnehmer ohne Berufserfahrung aus einer zumindest angrenzenden Branche ist das Tätigkeitsfeld also auch als zertifizierter Wellnessberater – wie oben beschrieben – sehr eingeschränkt. Damit eine berufliche Weiterentwicklung möglich ist, sollten sich die Lehrgänge deshalb an Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in den Bereichen Medizin (z.B. Krankenschwestern oder Krankenpfleger, Arzthelfer, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Masseure), Sport (z.B. Sportlehrer, Trainer), Tourismus (z.B. Hotelfachleute) oder Kosmetik (z.B. Kosmetiker, Friseure) wenden.

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