Unser Rat

Die Inhalte der acht getesteten Wellnessberater-Kurse waren thematisch wie qualitativ sehr unterschiedlich. Und das selbst bei den sechs Kursen, die mit einem Zertifikat der Industrie und Handelskammer (IHK) abschlossen. Deshalb sollten Sie sich unbedingt noch vor der Anmeldung bei verschiedenen Bildungsträgern umsehen und erfragen, welche Inhalte genau vermittelt werden und für welche Tätigkeiten Sie ausgebildet werden.

Vorsicht ist vor allem bei Anbietern geboten, die Sie in dem Glauben lassen, beim Wellnessberater handele es sich um eine Art Berufsabschluss. Das stimmt nicht! Zertifikate der IHK und anderer Anbieter bescheinigen lediglich zusätzliches Wissen. Diese Zusatzqualifikation kann für Interessenten aus den Bereichen Medizin, Sport, Kosmetik oder Tourismus Pluspunkte beim Einstieg in die Wellnessbranche bringen. Für Wellnesseinsteiger ohne vorangegangene Ausbildung kann sie nur als Schnupperkurs dienen – eine Ausbildung ersetzt sie nicht.

Auch die Berufschancen schätzen Experten trotz Wellnesswelle eher zwiespältig ein: Bestimmte Anwendungen boomen zwar, so dass neue Tätigkeitsfelder entstehen. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass auch neue Jobs geschaffen werden. Eher werden bereits angestellte Mitarbeiter weitergebildet (siehe „Jobchancen in der Wellnessbranche“).

Deshalb unser Rat: Erkundigen Sie sich vor Buchung der Weiterbildung bei Arbeitgebern, Arbeitsagentur und anderen Beratungsstellen, ob es reale Jobchancen für Wellnessberater in Ihrer Region gibt.

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