Bei den Aus- und Fortbildungskosten gibt es seit 1. Januar 2004 für zahlreiche Steuerzahler Nachteile. So darf, wer zum ersten Mal studiert oder eine erste Berufsausbildung absolviert, dafür nur bis zur Höchstgrenze von 4 000 Euro im Jahr als Sonderausgaben geltend machen. Demnach sind auch die Ausgaben für ein berufsbegleitendes Fernstudium auf 4 000 Euro jährlich begrenzt.

Unbegrenzt erkennt das Finanzamt andere Ausgaben für Fortbildung als Werbungskosten an. Welche genau dazu­gehören, hat die Oberfinanzdirektion Hannover in einem Schreiben zusammengefasst (S 2354 – 399 – StH 214; S 2354 – 173 – StO 213):

  • Eine Fortbildung im Beruf, den Steuerzahler bereits ausüben.
  • Eine Umschulung, die auf einen Berufswechsel vorbereitet, sofern es kein Erststudium ist.
  • Die erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium, zum Beispiel an einer Berufsakademie, wenn die Ausbildung an ein Arbeitsverhältnis geknüpft ist.
  • Ein weiteres Studium, wenn es im Zusammenhang mit künftigen steuerpflichtigen Einnahmen steht.
  • Eine erneute Ausbildung nach dem Elternurlaub oder nach Arbeitslosigkeit, um wieder Einnahmen zu erzielen.

Tipp: Bei einer auswärtigen Fortbildung können Sie neben den Kosten für Unterkunft und Fahrt auch die Verpflegungspauschale von bis zu 24 Euro pro Tag als Werbungskosten abrechnen.

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