Forschung Meldung

Schon der Gedanke an Geld scheint unsozial zu machen. Wer an Bares denkt, zeigt weniger Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, geht aber mehr auf Distanz zu anderen, berichtet das Wissenschaftsmagazin „Science“. Die Psychologin Kathleen D. Vohs von der Universität Minnesota setzte Studenten vor Bildschirmschoner: auf dem einen flatterten Geldscheine, auf anderen schwammen Fische. Dann betrat jemand den Raum und ließ versehentlich Stifte fallen. Die „Geld-Testpersonen“ halfen zwar, sammelten aber deutlich weniger Stifte auf als die „Fische“. In einem weiteren Versuch sollten die Teilnehmer Stühle für ein Gruppengespräch aufstellen. Die Fischgruppe platzierte die Stühle durchschnittlich 80 Zentime­ter auseinander, die Geldgruppe 120 Zentimeter – als suche sie körperliche Distanz. Zum Schluss wurde um Spenden für Not leidende Studenten gebeten. Die Fischgruppe gab durchschnittlich 1,34 Dollar, die andere nur 77 Cents.

Dieser Artikel ist hilfreich. 174 Nutzer finden das hilfreich.