Formular für Geldanlage-Infos Meldung

Finanzberater und Vermittler sollen Geldanleger besser informieren. Bun­des­ver­braucher­schutz­mi­ni­ste­rin Ilse Aigner (CSU) hat die Branche auf­ge­for­dert, ein vom Mi­ni­ste­rium ent­wickel­tes Pro­dukt­in­for­ma­tions­blatt zu be­nutzen. test.de erklärt das For­mu­lar und gibt zu­sätz­liche Tipps.

Risiken im Blick

Geldanlagen sind kompliziert. Selbst ein simples Sparbuch kann Haken haben und zu Verlusten führen. Meist enthalten die Angebotsunterlagen von Banken, Fondsgesellschaften und anderen Anbietern alle wichtigen Informationen. Doch die gehen im Wust von Informationen und Geschäftsbedingungen oft unter. Im Rahmen ihrer „Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen“ hat Verbraucherministerin Ilse Aigner jetzt ein standardisiertes Produktinformationsblatt für Geldanlageangebote präsentiert. Es soll klar, knapp und übersichtlich über Risiken, Rendite, Kosten und Verfügbarkeit informieren. Das Ministerium hält im Internet als Beispiel Musterinformationen für einen Aktienfonds bereit

Leitfaden für Beratung

Allerdings: Der Einsatz des Ministeriums-Formulars ist freiwillig. Geldanleger sollten ihre Berater und Vermittler gezielt danach fragen. Finanztest-Experten weisen darauf hin: Auch mit dem an sich guten Ministeriums-Formular sind Geldanlage-Angebote vor allem für wenig erfahrene Verbraucher schwer durchschaubar. Um die richtige Geldanlage-Entscheidung zu treffen, reichen die Produktinformationen nicht aus. Außerdem gilt: Genau so wichtig wie korrekte Produktinformation ist sachgerechte Beratung. Auch dafür hat das Ministerium in Zusammenarbeit mit Verbraucherschützern nützliches Material entwickelt: die Finanzcheckliste mit Beratungsprotokoll. Gut für Geldanleger: Das korrekt ausgefüllte Protokoll kann helfen, Schadenersatzforderungen durchzusetzen, wenn der Berater oder Vermittler Fehler gemacht haben.

Weitere Informationen zum Thema: Schutz vor Falschberatung aus Finanztest 06/2009

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