Fonds­vermittler Tausende Investmentfonds ohne Ausgabe­aufschlag

Fonds­vermittler - Tausende Investmentfonds ohne Ausgabe­aufschlag
Fonds­vermittler sind Spezialisten für aktiv gemanagte Fonds. Da sie keine Finanz­geschäfte betreiben dürfen, arbeiten sie mit Banken zusammen. © Getty Images /Tom Merton

Fonds­vermittler im Internet sind häufig die beste Adresse, wenn es um den Kauf aktiv gemanagter Fonds geht. Dort gibt es Tausende Fonds ohne Ausgabe­aufschlag. Für die Verwahrung müssen Anleger aber meist zahlen. Die Stiftung Warentest nennt Fonds­vermittler für Anleger, die Geld in Fonds investieren wollen, gibt einen Über­blick über die Depot­preise und sagt, bei welchen Vermitt­lern man Fonds­sparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen abschließen kann.

Inhalt

Fonds­vermittler – Provision ist die Geschäfts­basis

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Fonds­vermitt­lern. Meist handelt es sich dabei um sehr kleine Unternehmen. Wir nennen diejenigen Anbieter, die sich auf das Fonds­geschäft fokussieren. Ihr wichtigstes Stand­bein ist die Bestands­provision, die sie jähr­lich von Fonds­gesell­schaften für die Fonds­anteile in Anlegerdepots erhalten. Im Gegen­zug verzichten Fonds­vermittler meist voll­ständig auf den Ausgabe­aufschlag beim Kauf des Fonds. Fonds­vermittler sind Spezialisten für aktiv gemanagte Fonds, börsen­gehandelte Indexfonds (ETF) sehen sie allenfalls als Neben­geschäft. Der Grund: Bei ETF erhalten sie in der Regel keine Provision.

Tipp: Anleger, die vorrangig auf ETF setzen, sind bei einer güns­tigen Direkt­bank am besten aufgehoben (zum Vergleich Wertpapierdepot-Anbieter). Geeignete Fonds finden Sie im großen Fonds-Vergleich der Stiftung Warentest.

Ohne Fonds­bank geht es nicht

Da Fonds­vermittler keine Bank­lizenz haben und keine Finanz­geschäfte betreiben dürfen, arbeiten sie mit sogenannten Fonds­banken zusammen. Die Fonds­anteile der Anleger sind als Sonder­vermögen auch für den Fall geschützt, dass die Fonds­bank Pleite geht. Eine Insolvenz des Vermitt­lers stellt ohnehin kein Risiko dar, da er weder auf Über­weisungen noch auf Fonds­anteile zugreifen kann.

Depots für unterschiedliche Bedürf­nisse

Unsere Tabelle Fondsvermittler zeigt, mit welchen Fonds­banken die einzelnen Vermittler koope­rieren. Für Anleger ist das wichtig, weil davon das Fonds­angebot abhängt und die Fonds­banken unterschiedliche Depot­preise haben. Am güns­tigsten sind Depot­varianten, die nur einen Sparplan enthalten. Bei Ebase können Anleger für 20 Euro pro Jahr einen Fonds besparen. Bei DWS ist das Depot deutlich güns­tiger, wenn dort nur Fonds der DWS-Gruppe verwahrt werden.

Große Depots sind häufig kostenlos

Depots mit mehreren Fonds­positionen kosten dagegen bis zu 50 Euro. Kunden mit großen Depots zahlen bei einigen Fonds­vermitt­lern gar keine Depot­gebühren beziehungs­weise bekommen sie nach­träglich erstattet. Die Schwelle dafür liegt oft bei 25 000 Euro in aktiv gemanagten Fonds.

Fonds­vermittler – ideal für aktive Anleger

Aktive Anleger, die ihr Fonds­depot regel­mäßig beob­achten und bei Bedarf umge­hend handeln wollen, sind bei Fonds­vermitt­lern gut aufgehoben. Da sie für den Fonds­wechsel zumeist nichts zahlen müssen, können sie schlecht laufende Fonds jeder­zeit gegen erfolg­versprechendere austauschen. Eine ideale Voraus­setzung, um alles aus unserem Fonds-Vergleich heraus­zuholen. Dort finden Sie laufend aktualisiert die Fonds, die sich in den vergangenen fünf Jahren am besten entwickelt haben.

Für VL-Verträge geeignet

Auch Anleger, die ihre vermögens­wirk­samen Leistungen (VL) in Fonds investieren wollen, können sich an einen Fonds­vermittler wenden. Welche Fonds sich für einen VL-Vertrag eignen, zeigt unser Test So legen Sie vermögenswirksame Leistungen an.

Dieses Special ist erst­mals am 11. August 2015 auf test.de erschienen. Es wurde seitdem regel­mäßig aktualisiert, zuletzt am 12. März 2021.

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34 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 23.03.2021 um 17:17 Uhr
Smartbroker

@RomanLan: Smartbroker haben wir in den Artikeln „Depotkosten“ und „ETF-Sparpläne“ berücksichtigt.
www.test.de/Depotkosten-im-Vergleich-4864312-0/
www.test.de/ETF-Sparplan-Vergleich-5015866-0/
(TK)

RomanLan am 18.03.2021 um 18:25 Uhr
Smartbroker

Hallo,
wieso taucht Smartbroker nicht in ihrer Liste der Fondsvermittler auf? Die kooperieren mit der DAB und bieten mindestens das, was die anderen Anbieter hier auch bieten (eher noch mehr).

kilgu am 14.03.2021 um 11:14 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Post bezieht sich nicht auf den Inhalt des Artikels

genea99 am 09.03.2021 um 09:54 Uhr
FFB und Gebühren

Hallo, zur nicht getesteten FFB (Fidelity) möchte ich erwähnen, das immer -auch bei unterjähriger Eröffnung oder Schließung eines Depots die volle Jahresgebühr für das Depot anfällt. Bei der Schließung darüber hinaus noch zusätzlich 10 Euro für eine Depotwertberechnung- selbst, wenn das Depot keinerlei Bestand mehr enthält.
Was ich persönlich vorsichtig ausgedrückt als fragwürdig erachte. Mir fielen da auch noch andere Begriffe ein.

Profilbild Stiftung_Warentest am 08.02.2021 um 10:00 Uhr
Fondsvermittler mit Kickback bzw. Treueprämie

@helmutpeters: Welche Fondsvermittler derzeit mit Treue- oder Startprämien werben, können wir Ihnen nicht sagen. Wir halten diesen Aspekt bei der Auswahl eines guten Dienstleisters allerdings auch für sekundär. Sollten Sie über ein Vermögen in aktiv gemanagten Fonds verfügen, kann es sinnvoll sein, einen Fondsvermittler zu suchen, der seinen Kunden Bestandsprovisionen zurückerstattet. Wir haben uns diesen Teil des Marktes seit einiger Zeit nicht genauer angeschaut. (PH)