Fonds­vermittler Meldung

Fonds­vermittler im Internet sind häufig die beste Adresse, wenn es um den Kauf aktiv gemanagter Fonds geht. Bei ihnen gibt es Tausende Fonds ohne Ausgabe­aufschlag. Für die Verwahrung müssen Anleger allerdings in der Regel etwas zahlen. test.de nennt 29 Fonds­vermittler sowie 5 Fonds­banken, mit denen sie zusammen­arbeiten und vergleicht die Depot­preise.*

Provision ist die Geschäfts­basis

Im Internet gibt es Dutzende von Fonds­vermitt­lern. Meist handelt es sich dabei um sehr kleine Unternehmen. Ihr wichtigstes Stand­bein ist die Bestands­provision, die sie jähr­lich von Fonds­gesell­schaften für die Fonds­anteile in Anlegerdepots erhalten. Im Gegen­zug verzichten Fonds­vermittler meist voll­ständig auf den Ausgabe­aufschlag beim Kauf des Fonds. Fonds­vermittler sind Spezialisten für aktiv gemanagte Fonds, börsen­gehandelte Indexfonds (ETF) sehen sie allenfalls als Neben­geschäft. Der Grund: Bei ETF erhalten sie in der Regel keine Provision. Anleger, die vorrangig auf ETF setzen, sind bei einer günstigen Direktbank am besten aufgehoben.

Ohne Fonds­bank geht es nicht

Da Fonds­vermittler keine Bank­lizenz haben und keine Finanz­geschäfte betreiben dürfen, arbeiten sie mit sogenannten Fonds­banken zusammen. Die Fonds­anteile der Anleger sind als Sonder­vermögen auch für den Fall geschützt, dass die Fonds­bank Pleite geht. Eine Insolvenz des Vermitt­lers stellt ohnehin kein Risiko dar, da er weder auf Über­weisungen noch auf Fonds­anteile zugreifen kann.

Reine Sparp­landepots sind am güns­tigsten

In der Tabelle zeigen wir, mit welchen Fonds­banken die einzelnen Vermittler koope­rieren. Für Anleger ist das wichtig, weil davon das Fonds­angebot abhängt und die Fonds­banken unterschiedliche Depot­preise haben. Am güns­tigsten sind Depot­varianten, die nur einen Sparplan enthalten: Bei Ebase kann für 12 Euro jähr­lich ein Fonds mit einer Rate von maximal 50 Euro bespart werden, die Fonds­depot Bank bietet sogar die kostenlose Verwahrung eines Fonds­sparplans mit unbe­grenzter Rate an.

Große Depots sind häufig kostenlos

Depots mit mehreren Fonds­positionen kosten dagegen bis zu 50 Euro. Kunden mit großen Depots zahlen bei einigen Fonds­vermitt­lern gar keine Depot­gebühren beziehungs­weise bekommen sie nach­träglich erstattet. Die Schwelle dafür liegt oft bei 25 000 Euro (zur Tabelle Depotkosten).

Ideal für aktive Anleger

Aktive Anleger, die ihr Fonds­depot regel­mäßig beob­achten und bei Bedarf umge­hend handeln wollen, sind bei Fonds­vermitt­lern gut aufgehoben. Da sie für den Fonds­wechsel zumeist nichts zahlen müssen, können sie schlecht laufende Fonds jeder­zeit gegen erfolg­versprechendere austauschen. Eine ideale Voraus­setzung, um alles aus unserem Produktfinder Investmentfonds heraus­zuholen. Dort finden Sie laufend aktualisiert die Fonds, die sich in den vergangenen fünf Jahren am besten entwickelt haben.

* Dieser Beitrag ist am 11.8.2015 auf test.de erschienen und wurde zuletzt am 10. Mai 2017 aktualisiert.

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