Fondssparpläne Meldung

Der Ausstieg bestimmt die Rendite eines Sparplans. Anleger, die ihre Anteile nach 30 Jahren zur Zeit des Dax-Höchststandes verkauften, hätten bis zu 14 Prozent im Jahr erzielt. Ein Sparplan, der drei Jahre später endete, hätte nur halb so viel gebracht.

Sparen mit Aktienfonds lohnt sich nicht. Dieses vernichtende Fazit muss ziehen, wer sich die jüngste Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) anschaut. Danach erzielte ein Anleger, der vor 30 Jahren mit dem Sparen in einen deutschen Aktienfonds begann, im Durchschnitt nur 5,6 Prozent pro Jahr. Auf Sicht von 20 Jahren hätte er mit 2,4 Prozent pro Jahr kaum mehr bekommen als auf einem Sparbuch.

Doch so mies, wie Aktiensparpläne beim BVI wegkommen, sind sie nicht. Vielmehr zeigt die Statistik eindrucksvoll das Problem des Ausstiegszeitpunkts. Anleger können bedenkenlos jederzeit einen Fondssparplan beginnen, aber sie müssen höllisch aufpassen, ihn nicht zur Unzeit zu beenden. Der Ausstiegszeitpunkt in der BVI-Statistik hätte ungünstiger kaum sein können: Am 31. März 2003 lag der Dax nicht weit über seinem 7-Jahrestief. Kursveränderungen gegen Ende der Laufzeit prägen das Ergebnis viel stärker als die Ausschläge zu Beginn oder in der Mitte der Sparphase.

Finanztest hat am Beispiel bekannter deutscher Aktienfonds berechnet, welchen jährlichen Wertzuwachs ein auf 30 Jahre angelegter Sparplan mit unterschiedlichen Ein- und Ausstiegszeitpunkten gebracht hätte. Wie die Balkengrafik zeigt, konnten sich Anleger, die um den März 2000 herum verkauften, eine goldene Nase verdienen. Wer drei Jahre später ausstieg, musste mit einer Rendite auf dem Niveau von Festverzinslichen vorlieb nehmen. Immerhin waren alle Fonds besser als der Durchschnittswert des BVI.

Dass sich selbst kurzes Warten lohnen kann, zeigen die 30-Jahres-Renditen zum Mai 2003: Sie lagen bereits um etwa 1 Prozentpunkt höher als noch zwei Monate zuvor.

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