Fonds­sparpläne bei Filial­banken: Das Beste draus machen

Fonds­sparpläne Test

Bei ihrer Haus­bank finden Anleger oft nur wenige gute Fonds­sparpläne. Wir helfen bei der Auswahl.

Die meisten Anleger kaufen Investmentfonds nach wie vor über ihre Haus­bank. Manche tun es aus Bequemlich­keit, andere wollen die persönliche Beratung nicht missen.

In der Regel zahlen sie dann – anders als die Kunden von Direkt­banken oder Fonds­vermitt­lern – bei jedem Anteils­kauf den vollen Ausgabe­aufschlag von rund 5 Prozent. Wer mit dem Service seiner Bank zufrieden ist, wird das akzeptieren.

Nicht akzeptabel ist dagegen, wenn der Filial­bank­kunde auch noch ein schlechteres Angebot bekommt, wie das bei Fonds­sparplänen oft der Fall ist.

Nur Commerz­bank hat ETF-Sparpläne

Weder bei Sparkassen noch bei Volks­banken gibt es Sparpläne auf börsen­gehandelte Indexfonds (ETF). Auch die meisten Privatbanken bieten keine ETF-Sparpläne. Das ist ärgerlich, weil sich gerade ETF-Sparpläne am ehesten für Anleger ohne Börsen­erfahrung eignen Fondssparpläne. Allein die Commerz­bank hebt sich ab. Ihre Kunden können nicht nur auf alle gemanagten Fonds zugreifen, für die Sparpläne auf dem Markt sind. Zusätzlich gibt es Sparpläne auf rund 50 ETF. Allerdings zahlen Kunden dafür gerade bei kleinen Sparraten hohe Kauf­gebühren.

In den unzäh­ligen Filialen der Sparkassen und Volks­banken erhalten Anleger vornehmlich Angebote der verbund­eigenen Fonds­gesell­schaften Deka (Sparkassen) und Union Investment (Volks­banken).

Bei den Sparkassen über­rascht das besonders, denn Deka hat eine ETF-Sparte. Trotzdem bieten die Sparkassen keine ETF-Sparpläne an. Statt­dessen können die Kunden nur unter gemanagten Deka-Fonds und einigen Fremdfonds wählen. Darunter sind nur wenige empfehlens­wert.

Sparkassen. Wir empfehlen für lang­fristige Sparpläne nur breit streuende Aktienfonds, am besten Aktienfonds Welt. In dieser Gruppe gibt es keinen einzigen Deka- Fonds, der höheren Anforderungen genügt. Die beste Alternative für Sparkassen­kunden ist der europaweit ausgerichtete Deka-Europa Select CF, der in der zweit­höchsten Bewertungs­kategorie von Finanztest landet.

Volks­banken. Für Volks­bank­kunden sieht es besser aus. Mit dem UniFa­vorit Aktien und dem UniGlobal können sie zwischen zwei empfehlens­werten Aktienfonds Welt wählen, auch wenn beide nur vier von fünf Punkten erreichen. Der UniGlobal kommt auch im Riester-Fonds­sparplan der Volks­banken, der UniProfiRente, zum Einsatz.

Commerz­bank. Als einzige Filial­bank bietet die Commerz­bank einen Indexfonds auf den MSCI World an. Er ist erste Wahl.

Hypo­ver­eins­bank und Targo­bank. Da diese Banken ein Voll­sortiment an gemanagten Fonds bieten, können Kunden Sparpläne auf alle Top-Fonds abschließen. Wir nennen in der Tabelle: Sparplanangebot der Filialbanken nur ein Beispiel aus der aktuellen Empfehlungs­liste Produktfinder Fonds.

Sant­ander Bank. Außer dem Allianz Europe Equity Growth gibt es keinen einzigen Fonds aus dem Welt- oder Europasegment, der sich für einen Sparplan aufdrängt.

Zusatz­depot bei Direkt­bank

Anleger, die ein Wert­papierdepot bei der Deutschen Bank oder bei einer Sparkasse haben, müssen ihren Banken nicht untreu werden, um an ETF-Sparpläne zu kommen. Die Direkt­banken ihrer Institute, Deutsche Bank Maxblue und Sparkassen Broker bieten welche an Tabelle: Fondssparpläne bei Direktbanken und Fondsbanken 07/2014.

Warum nicht ein weiteres Depot nur für Sparpläne eröffnen? Zusätzliche Kosten sind damit nicht verbunden. Im Gegen­teil: Fonds gibt es dort deutlich güns­tiger als bei ihrem bisherigen Anbieter. Auch andere Filial­bank­kunden sollten über ein Extradepot für Sparpläne nach­denken.

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