Die Anforderungen an steuerbegünstigte Versicherungen mit Fonds gegenüber reinen Sparplänen sollen ab 2010 strenger werden. Das sieht der Entwurf eines BMF-Schreibens vor, das Ende September von den Ländern durchgewunken werden soll. In Rentenversicherungen mit Fondsinvestment müssen die Versicherungsgesellschaften dann ab dem kommenden Jahr bei Vertragsbeginn einen verbindlichen Rentenfaktor an­geben. Ein solcher Rentenfaktor legt fest, wie sich später die Rente aus dem angesparten Vermögen errechnet (siehe Meldung Private Rentenversicherung).

Setzen Lebensversicherer die Anforderungen in einer Police nicht um, sollen die Steuervorteile entfallen. Sie liegen in der geringen Besteuerung der später ausgezahlten Renten oder in der nur hälftigen Besteuerung von Erträgen bei einer Auszahlung auf einen Schlag, wie sie für viele Verträge gilt.

Das Finanzministerium will auch die Regeln für laufende Verträge verschärfen: Ab 2010 müssen die Versicherungsgesellschaften die Zinsen für die spätere Rentenberechnung und die Sterbetafel, aus der sie die durchschnittliche Lebenserwartung ableiten, festlegen. Verträge ohne die beiden Mindestgarantien müssen sie nachbessern.

Dieser Artikel ist hilfreich. 445 Nutzer finden das hilfreich.