Das ist Spitze: Die zwölf Fonds von Templeton im Finanztest-Vergleich schnitten weit besser ab als die Fonds anderer Gesellschaften. In der Disziplin Fondsbewertung gibts für das amerikanische Unternehmen ein konkurrenzloses „sehr gut“. Allerdings ist Templeton in Deutschland ein recht kleiner Anbieter. Mit wenigen Fonds in ausgewählten Marktsegmenten jeweils einen Spitzenplatz zu erreichen, ist leichter als mit einem breit gestreuten Angebot. Unter den Fonds mit 30 und mehr für den Fondsgesellschaftsvergleich bewerteten Fonds liegt die DWS-Gruppe vorn. Über ein gutes befriedigend kommt sie allerdings nicht hinaus. Bei den Informationen zu ihren Fonds liegen DWS und Templeton fast gleich auf und sind jeweils gut. Finanztest sagt, mit welcher Fondsgesellschaft Anleger am besten fahren.

Fondsmanager unter Druck

Entscheidend für die Qualität eines einzelnen Fonds ist die Kursentwicklung im Vergleich zum Branchendurchschnitt vergleichbarer Fonds. Je besser die Manager eines Fonds Wertpapiere kaufen und verkaufen, um so mehr profitiert der Kunde. Für den Vergleich der Fondsgesellschaften hat Finanztest sich die Kursentwicklung und -schwankungen der für die Mehrheit der Anleger wichtigen Fonds eines Unternehmens angeschaut. Riskante Spezialfonds, die beispielsweise nur in einzelne Branchen, Emerging-Market-Werte oder festverzinsliche Wertpapiere exotischer Herkunft investieren, blieben außen vor. Besonderes Gewicht hatten dagegen die Basisfondsgruppen Welt und Europa. Sie bieten eine besonders gute Risikostreuung und sind für die meisten Anleger erste Wahl.

Informationen im Test

Zweites Kriterium ist die Qualität der Prospekte, mit denen Fondsgesellschaften Anleger über ihre Produkte informieren. Nur wer gut informiert ist, kann richtig entscheiden. In dieser Disziplin war Julius Bär am stärksten. Die Informationen über die Fonds des Schweizer Unternehmens waren sehr gut. Schlusslicht im Vergleich: die Dexia. Bei ihr waren schon die Informationen zur Wertentwicklung und den Risiken der einzelnen Fonds mangelhaft.

Schwächen bei Aktienfonds

Besonders ärgerlich: Bei der Qualität der Aktienfonds schnitten die Branchenriesen dit (Allianz-Gruppe), Deka und Adig mangelhaft ab. dit gehört zur Dresdner Bank, Deka zu den Sparkassen und Adig zur Commerzbank. Wer beim Fondskauf auf den Rat von Bank- Mitarbeiter dieser Geldinstitute hört, läuft Gefahr schlecht abzuschneiden. Banken und Sparkassen empfehlen nämlich besonders gern die Produkte ihrer Partner. Ausnahme: die Commerzbank. Sie wirbt damit, Kunden Fonds unabhängig von der Partnerschaft zur Adig zu empfehlen.

Suche nach festem Partner

Die Qualität einer Fondsgesellschaft ist für Anleger wichtig, die für ihre Fondsgeschäfte einen festen Partner suchen. Günstiger ist der gezielte Kauf einzelner Spitzenfonds aus dem großen Dauertest mit möglichst geringem Ausgabeaufschlag. Das funktioniert am besten über Fondsvermittler oder Direktbanken, die eine möglichst große Auswahl an Fonds im Angebot haben. Detaillierte Informationen dazu liefert Finanztest in Heft 3/2004 oder online komplett und interaktiv. Wer den Aufwand scheut und für seine Fondsgeschäfte lieber einen festen Partner sucht, sollte darauf achten, mit einer guten Fondsgesellschaft ins Geschäft zu kommen.

Komplett + interaktiv:   Alle Ergebnisse im Detail

Dieser Artikel ist hilfreich. 1896 Nutzer finden das hilfreich.