Wenn eine fonds­gebundene Versicherung fällig wird, haben Anleger oft die Wahl: Sie können sich die Fonds ins Depot über­tragen oder sich den Gegen­wert auszahlen lassen. Das Finanz­amt behandelt beide Fälle als Auszahlung. Die Steuer­regeln hängen vom Zeit­punkt des Vertrags­schlusses ab.

Hat der Kunde den Vertrag vor 2005 geschlossen, ist die Auszahlung nach Ablauf von zwölf Jahren in der Regel steuerfrei. Für Vertrags­abschlüsse ab 2005 gilt: Erträge sind zur Hälfte mit dem persönlichen Steu­ersatz zu versteuern, wenn der Vertrag bei Auszahlung mindestens zwölf Jahre lief und der Kunde dann mindestens 60 Jahre ist.

Werden die Fonds­anteile ins Depot gebucht, gilt die Einbuchung als neues Kauf­datum. Verkauft der Anleger die Anteile später, muss er auf seine Gewinne Abgeltung­steuer zahlen.

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