Tipps

Basisvorsorge. Sichern Sie Ihre Grundversorgung im Alter zunächst über die ­gesetzliche Rente, Riester- sowie Betriebsrente und – bei Selbstständigen – über die klassische private Rentenversicherung. Erst wenn Sie das getan haben, bietet sich an, dass Sie eine Fondspolice abschließen.

Altersvorsorge. Eine fondsgebundene Rentenversicherung ist kein sicheres Standbein für die Altersvorsorge. Da die Wertentwicklung von Fonds unklar ist, sollte das hier angesparte Vermögen nicht für die Grundsicherung im Alter (Miete, täglicher Bedarf) nötig sein. Um zusätzliche Ausgaben zu decken, kann eine „gute“ Fondspolice infrage kommen – auch aus steuerlichen Gründen.

Dauerbelastung. Wenn Sie sich für eine Fondspolice entscheiden, sollten Sie sicher sein, dass Sie den vereinbarten Beitrag auf Dauer zahlen können. Steigen Sie vorher aus, verlieren Sie Geld.

Auswahl. Suchen Sie sich einen mit „gut“ bewerteten Tarif aus. Gute Angebote mit einer 15-Jährigen Laufzeit finden Sie im Testkompass. Die Bewertungen unterscheiden sich je nach Todesfallleistung. Am besten sind Angebote von Alte Leipziger, Cosmos­Direkt, Europa, Hannoversche Leben und neue leben. Verteilen Sie Ihren ­Beitrag auf Fonds, die „stark überdurchschnittlich“ oder „überdurchschnittlich“ sind. Unter komplett+interaktiv finden Sie eine Fondsbewertung zur Kontrolle. Wenn Sie sich im Unklaren über die Qualität eines Fonds sind, finden Sie hier die aktuelle Finanztest-Bewertung von 5 000 Investmentfonds.

Aktienanteil. Je jünger Sie sind, desto mehr Geld sollten Sie in Aktienfonds stecken. Achten Sie gegen Vertragsende darauf, dass Ihr Versicherer rechtzeitig Kursgewinne sichert, indem er in Renten- und Geldmarktfonds umschichtet. Oft können Sie dann auch selbst umschichten.

Auszahlungsform. Wählen Sie volldynamische Auszahlungsform. Die Überschüsse aus Ihrem Vertrag werden dazu verwendet, die Rente peu à peu zu erhöhen. Unter eine einmal erreichte Höhe kann der ­monatliche Rentenbetrag nicht mehr sinken. So droht Ihnen auch in Zeiten schlechter Überschüsse keine Rentenkürzung.

Berufsunfähigkeit. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften können Sie zur Fondspolice einen kleinen Berufsunfähigkeitsschutz abschließen. Falls Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, übernimmt der Versicherer an Ihrer Stelle die Beitragszahlung für die Rentenversicherung. Diese Option ist für Sie, wenn Sie jünger sind, nicht sehr teuer und eine Überlegung wert.

Kapitalwahlrecht. Ein Kapitalwahlrecht sollte Ihnen auf jeden Fall gewährt sein. Das ist bei allen getesteten Policen der Fall. Sie können dann am Ende der Einzahlung oder kurz zuvor erklären, dass Sie statt einer Rente lieber eine Einmalzahlung oder die Übertragung der Fondsanteile in Ihr eigenes Depot wünschen.

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