CosmosDirekt

Fondsgebundene Rentenversicherung Test

Qualitätsurteil „gut“. Sehr preiswert, Fondsauswahl nicht an der Spitze.

Die CosmosDirekt hat ein „gutes“ Produkt im Angebot. In den Modellen, in denen bei Tod des Versicherten in der Ansparphase (Laufzeit 30 und Laufzeit 15 Jahre) mindestens 60 Prozent der für die gesamte Laufzeit angenommenen Beitragssumme an die Angehörigen gezahlt würden, schneidet sie mit ihrem Tarif CFR gut ab. Maßgeblich trägt dazu die jeweils geringe Kostenquote bei.

Kosten „sehr gut“

Nur 3,7 Prozent vom Beitrag verliert ­eine 37-jährige Kundin über 30 Jahre im Schnitt für Kosten, wenn sie ausschließlich Fonds wählt, die bei CosmosDirekt in die günstigste Klasse fallen.

Läuft der Vertrag über 15 Jahre (Alter der Kundin bei Vertragsbeginn ist 52 Jahre), gehen mit dieser Fondsauswahl nur 3,2 Prozent durch Kosten verloren. Das gibt viel Luft für Renditenachteile im Fondsangebot. Die gibt es aber.

Anlagemöglichkeit „befriedigend“

53 Fonds stehen bei der Cosmos zur Auswahl, davon vier stark überdurchschnittliche. Keiner dieser vier investiert jedoch ausweislich in internationale Aktien oder in Aktien in Europa oder Euroland. Für diese Bereiche bietet der Versicherer drei überdurchschnittliche Fonds an, darunter zum Beispiel den DWS Akkumula, einen internationalen Aktienfonds mit der Kennnummer DE 000 847 402 4.

Nachteilig ist, dass der Kunde bei der Cosmos mit 100 Euro im Monat im 30 Jahre laufenden Vertrag nur maximal vier Fonds gleichzeitig besparen kann. In anderen Angeboten kann der Kunde die gleiche Geldmenge über 10 oder mehr Fonds verteilen. Bei 15 Jahren Laufzeit kann das Geld eines Cosmos-Kunden in acht Fonds gleichzeitig fließen.

Eine Strategie zur Sicherung von Kursgewinnen gegen Vertragsende bietet die Cosmos nicht an. Der Kunde kann das aber selbst machen. Geeignete Rentenfonds gibt es. Schichtet er um, zahlt er 25 Euro. Bei vielen Anbietern ist dieser Vorgang einmal jährlich kostenfrei.

Transparenz „gut“

Die Informationen, die Cosmos seinen Kunden vor Vertragsschluss zukommen lässt, sind bei 15 Jahren Laufzeit noch „gut“. Ein Faktor wird genannt, der später zur Berechnung der Rente benutzt wird. Aufgeklärt wird auch über steuerliche Fragen. Bei den länger laufenden Versicherungsverträgen hapert es aber mit der Verlaufstabelle, in der Kunden sonst gut erkennen können, wie die Kosten im Zeitverlauf verteilt werden.

Gute Informationen gibt es über laufende Fondskosten, aber keine ausreichenden zum Anlagerisiko sowie zu wenig Vergleichszahlen, damit Kunden eine Fondsentwicklung in der Vergangenheit beurteilen können.

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