Glossar

Fonds­gebundene Renten­versicherungen bieten nicht die Sicherheit von klassischen Renten­versicherungen und nicht die Freiheit eines Fonds­sparplans. Sie haben andere Vorteile, aber Anleger sollten wissen, was sie wählen.

Fonds­sparplan

Ein Fonds­sparplan ist ein Dauer­kauf­auftrag für Investmentfonds­anteile. Der Kauf über einen Fonds­vermittler oder eine Direkt­bank ist am preis­wertesten. Nicht bei allen Fonds sind Sparpläne möglich. Die Kauf­termine liegen monatlich oder in anderen Abständen. Monats­schritte sind ein sinn­voller Rhythmus. Sie helfen Börsen­schwankungen auszugleichen. Anleger sollten sich gute Fonds aussuchen und gelegentlich prüfen, ob die Fonds noch gut laufen. Sie können jeder­zeit verkaufen, aber wenn es so weit ist, sollten sie nicht auf einen festen Termin fixiert sein. Nur so klappt der Verkauf bei guten Kursen.

Für Anteile, die der Kunde ab 2009 gekauft hat, fällt auf Kurs­gewinne die 25-prozentige Abgeltung­steuer an. Die Kurs­gewinne von früher erworbenen Anteilen sind steuerfrei.

Fonds­police

Eine Fonds­police ist ein Fonds­sparplan im Versicherungs­mantel. Die Verträge haben eine feste Lauf­zeit, ein vorzeitiger Ausstieg ist sehr teuer. Am Ende kann der Kunde eine lebens­lange Rente oder eine Kapitalzahlung bekommen. Die Höhe ist offen. Fonds­policen werden von Lebensver­sicherern angeboten. Kunden zahlen sinn­voller­weise in mehrere der besten Fonds aus der Auswahl ein, die ihr Versicherer vorgibt.

Fonds­policen bieten Steuer­vorteile: Die Erträge aus den Fonds sind während der Lauf­zeit steuerfrei. Das Umschichten der Fonds ist jeder­zeit unbe­grenzt steuerfrei möglich. Lässt der Kunde sich sein Spar­vermögen am Ende auf einen Schlag auszahlen, ist nur die Hälfte der Erträge steuer­pflichtig. Voraus­setzung ist, dass der Kunde mindestens 60 Jahre alt ist und der Vertrag mindestens zwölf Jahre lief. Bei Auszahlung als Rente ist nur der geringe Ertrags­anteil steuer­pflichtig. Er beläuft sich bei Renten­beginn mit 67 Jahren zum Beispiel auf 17 Prozent. 83 Prozent der Rente bleiben steuerfrei.

Klassische Renten­versicherung

Die klassische Renten­versicherung wird steuerlich genauso behandelt wie die Fonds­police. Das Kundengeld fließt hier aber weit­gehend in fest­verzins­liche Wert­papiere. Der Versicherer zieht vom Beitrag seine Kosten ab und sagt auf den Rest, den Spar­anteil, einen Mindest­zins zu. Zurzeit beläuft sich dieser Zins auf 2,25 Prozent. Bei Neuverträgen ab 2012 sind es 1,75 Prozent. Über den Mindest­zins und aktuelle Sterbe­tafeln ergibt sich eine Mindest­rente, die dem Kunden sicher ist. Diese Rente kann sich während der Vertrags­lauf­zeit durch Über­schüsse peu à peu erhöhen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2507 Nutzer finden das hilfreich.