Bestehende Verträge prüfen: Was tun mit einer schlechten Fondspolice?

Viele Menschen haben in den vergangenen Jahren eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen, weil sie sich hohe Erträge aus den Fonds versprochen haben, in die die Versicherungen investieren. Jetzt sind sie über ihr geringes Guthaben enttäuscht. Was können sie ­machen?

Einfach aussteigen ist kein guter Rat. Die Verluste werden dadurch Wirklichkeit. Und bei vorzeitigem Ausstieg ist der ohnehin meist hohe Kostenanteil im Verhältnis noch höher, denn einen großen Kostenbrocken haben Kunden längst für Abschlussgebühren bezahlt.

Zahlt der Policenbesitzer nicht weiter ein und stellt er den Vertrag damit beitragsfrei, gilt das ebenfalls. Der Kostenanteil wäre überproportional hoch.

Besser ist es fast immer, den Vertrag bis zum Ende weiterzuführen. Aktuell kaufen Versicherer die Fondsanteile preiswert ein, weil die Kurse niedrig sind. Läuft der Vertrag noch über einige Jahre, können sich die Kurse erholen. Dann steigt das Guthaben.

Tritt die Erholung nicht bis Vertragsende ein, besteht üblicherweise die Möglichkeit, die Fondsanteile ins eigene Depot zu übernehmen und weiter auf steigende Kurse zu hoffen.

Policenbesitzer sollten klären, in welchen Fonds ihr Geld steckt. Gibt der Vertrag keine oder zu wenig Auskunft darüber, enthält er zum Beispiel keine Wertpapierkennnummern für die einzelnen Investments, sollten Kunden nachfragen. Vielleicht fließen künftige Sparbeiträge besser in andere Fonds der ­angebotenen Auswahl.

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