Fondsgebühren Meldung

Der Deutsche Investment-Trust (DIT) hat angekündigt, ab 1. November 2001 eine neue Gebührenstruktur einzuführen. Das führt zu höheren Managementkosten vor allem bei Aktienfonds und schmälert die Gewinne der Anleger. Für alle Branchen-, Länder- und Regionenfonds soll künftig eine Verwaltungsgebühr von 1,25 Prozent erhoben werden ­ das ist bis zu 80 Prozent mehr als vorher.

"Mit der Euro-Umstellung hat diese Erhöhung nichts zu tun", sagt Pressesprecher Heinrich Durstewitz. "Wir haben die Gebühren lediglich an das international übliche Marktniveau angepasst". Ähnlich argumentieren andere Fondsgesellschaften. In den vergangenen zwei Jahren haben weit mehr als 100 Fonds ihre Verwaltungsgebühren heraufgesetzt. Der Anleger registriert diese Kostensteigerungen vielfach überhaupt nicht, weil die betroffenen Gebühren ­ anders als der Ausgabeaufschlag ­ nicht offen in der Kaufrechnung ausgewiesen sind, sondern aus dem Vermögen bezahlt werden. Diese Gebühren drücken den Kurs des Fonds. Auf den ersten Blick kann der Anleger nicht erkennen, ob sich die im Fonds enthaltenen Wertpapiere schlechter entwickelt haben oder die Gebühren gestiegen sind. In den Finanztest-Fondsanalysen sind die laufenden Kosten berücksichtigt.

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