Fonds Meldung

Wird ein Fonds aufgelöst, haben Anleger nicht viel zu melden. Sie sollten sich früh­zeitig nach Alternativen umsehen.

Schluss. Im vergangenen Jahr haben deutsche Fonds­gesell­schaften wieder mehr als 250 Fonds im In- und Ausland aufgelöst oder mit anderen fusioniert, im Jahr 2009 waren es 600 Fonds. Anleger müssen weiterhin damit rechnen, dass Fonds schließen.

Qualität. Finanztest hat sich die Aktien- und Rentenfonds angesehen, die bis zum 30. November 2010 geschlossen und zuvor monatlich im Dauer­test geprüft wurden. Alle hatten eine unter­durch­schnitt­liche Bewertung (mehr zum Fondstest). Finanztest bewertet Fonds erst­mals nach fünf Jahren. Manchmal werden neue Fonds lange vorher aufgelöst.

Bekannt­gabe. Wird ein Fonds aufgelöst, muss die Fonds­gesell­schaft das sechs Monate vorher im elektronischen Bundes­anzeiger (www.ebundesanzeiger.de) bekannt machen. Bei Fusionen beträgt die Frist drei Monate.

Anleger­information. Die depotführenden Banken verpflichten sich, Informationen zu Wert­papieren recht­zeitig an den Kunden weiterzuleiten. Von Lesern wissen wir jedoch, dass die Schreiben oft spät kommen oder unvoll­ständig informieren. Bei Fusionen werden in der Regel nur die Anleger des über­tragenden Fonds informiert. Die Bundes­regierung plant Änderungen im Investmentgesetz. Sie sollen die Rechte von Anlegern verbessern.

Umtausch. Bei einer Fusion sollten Anleger prüfen, ob der neue Fonds ihren Anlagezielen entspricht. Sonst fragen sie die Fonds­gesell­schaft nach Alternativen. Oft können sie kostenlos in einen vergleich­baren Fonds wechseln.

Tipp: Wenn Sie erfahren, dass Ihr Fonds schließt, steigen Sie aus. Am Ende drücken die Fixkosten zu stark auf die Rendite. Mehr Tipps finden Sie in unserem ausführ­lichen Online-Artikel.

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