Fonds Meldung

Angesichs des Crashs an den Börsen setzen Anbieter von Aktienfonds verstärkt auf Produkte, die geringere Wertschwankungen versprechen. Der Renner sind Dachfonds, die erst 1998 zugelassen wurden: Sie nehmen nicht einzelne Aktien ins Portfolio, sondern Fonds. So erreicht man eine große Streubreite und kann Wertschwankungen gering halten. Der Haken daran sind die hohen Kosten. Für jeden Fonds, in den der Verwalter investiert, muss er Ausgabeaufschläge zahlen ­ es sei denn, er steckt das Geld ausschließlich in Fonds der eigenen Gesellschaft. Hinzu kommen hohe Managementpreise von 1,5 Prozent, teils sogar 2 Prozent. So schaffte es vom 31. März 2000 bis 31. März 2001 keiner der 38 weltweit anlegenden Aktien-Dachfonds, den MSCI-Index zu schlagen. Während der Index um 18,7 Prozent fiel, verlor der beste Dachfonds 20,8 Prozent, der schlechteste sogar 46,1 Prozent. Dagegen konnten 74 weltweite Aktienfonds den MSCI schlagen.

Auch Garantiefonds werben mit begrenztem Risiko: Fällt der Kurs unter den Einstandspreis, erhält der Sparer sein Geld zurück. Für diese Absicherung zahlt er jedoch bei steigenden Kursen. Dann erhält er oft nur 50 bis 60 Prozent des Kursgewinns. Und: Die Geldzurück-Garantie gilt nur für einen bestimmten Termin. Wer vorher verkauft, muss drastische Einbußen hinnehmen.

Unser Rat: Wer beim Sparen mit Aktienfonds das Risiko begrenzen möchte, sollte sich auf Fonds konzentrieren, die welt- oder europaweit anlegen und sich an ihren bisherigen Leistungen orientieren. Finanztest bringt monatlich Langfristvergleiche. Wer einen Fonds aus der Spitzengruppe wählt, kann kaum etwas falsch machen.

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