Folsäureprä­parate sollen laut Werbe­versprechen vor Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen schützen. Doch das scheint eine neue Veröffent­lichung zu widerlegen. Dafür werteten Forscher um Robert Clarke von der Universität im britischen Oxford acht Studien mit fast 37 500 Teilnehmern aus. Etwa die Hälfte davon hatte fünf Jahre lang wirk­stoff­freie Placebos einge­nommen, der Rest Folsäureprä­parate. Bei Letzteren sanken zwar die Blutspiegel von Homocy­stein, das als Risiko­faktor für Herz­infarkte und Schlag­anfälle gilt. Doch einen Einfluss auf den Kreis­lauf hatte das nicht: In beiden Gruppen traten Herz­infarkte und Schlag­anfälle gleich häufig auf. Auch bei den Krebs- und Sterberaten gab es kaum einen Unterschied. Gänzlich über­flüssig sind Folsäureprä­parate aber nicht. Frauen mit Kinder­wunsch und im ersten Schwanger­schafts­drittel sollten eine Tages­dosis von 400 Mikrogramm einnehmen, um Miss­bildungen des Ungeborenen vorzubeugen (siehe Test Folsäure: Lebenswichtig für Jung und Alt aus test 9/2007).

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