Folat und Folsäure

Tipps: Das sollten Sie beachten

Inhalt
  • Foltareich essen: Gute Folatlieferanten sind grünes Gemüse, insbesondere Blatt­gemüse wie Spinat und Salate, Tomaten, Brokkoli, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Weizenkeime, Voll­korn­produkte, Kartoffeln, Eier und Leber. Vorsicht: Schwangere sollten keine Leber essen, da sie mit Schad­stoffen belastet sein könnte.
  • Folatreiche Lebens­mittel zubereiten: Verzehren Sie Obst und Gemüse möglichst frisch. Garen Sie es schonend oder bereiten Sie es als Rohkost zu. So verflüchtigt sich nur wenig Folat, das licht-, luft- und hitze­empfindlich ist. Geben Sie einen Schuss Orangensaft ins Essen, wenn es passt – das Vitamin C daraus kann die Folate stabilisieren.
  • Nahrungs­ergän­zungs­mittel mit Bedacht einnehmen: Wählen Sie nur Folsäure-Präparate, die für Ihren Bedarf dosiert sind.
  • Folsäure für Schwangere: Frauen mit Kinder­wunsch sollten am besten schon vier Wochen vor der Zeugung passend dosierte Folsäureprä­parate aeinnehmen. So lassen sich Fehl­bildungen von Gehirn und Rückenmark beim Ungeborenen vorbeugen. Die Folsäure sollte zumindest im ersten Schwanger­schafts­drittel täglich einge­nommen werden. Frauen, die bereist ein Kind mit einem Neural­rohr-Defekt geboren haben, sollten mit Ihrem Gynäkologen die passende Folsäure-Dosierung absprechen. Das Risiko eines Neural­rohr­defekts ist bei Geschwisterkindern besonders groß. Die täglich empfohlene Folatmenge für Schwangere liegt bei 550 Mikrogramm pro Tag – 400 Mikrogramm aus Präparaten kommen, der Rest aus dem Essen.
  • Folsäure für Stillende. Mit der Muttermilch geben Stillende auch Folat ab. Ihr täglicher Bedarf ist daher erhöht. Er liegt bei 450 Mikrogramm Folat pro Tag.

Mehr zum Thema

  • Nahrungs­ergän­zungs­mittel für Schwangere Gut versorgt ab 7 Cent

    - In der Schwangerschaft schlu­cken viele Frauen Vitamin­tabletten. Aber welche Nähr­stoffe brauchen werdende Mütter über­haupt? Die Stiftung Warentest hat 17...

  • Brenn­nessel Viele Tees mit guten Noten

    - Die Volks­medizin schätzt Tees und Extrakte der Brenn­nessel seit jeher. Ein Test aus Österreich und unsere Arznei­mittel­experten steuern Fakten bei.

  • Ukraine-Krieg Jodtabletten kaufen ist nicht sinn­voll

    - Wegen des Ukraine-Kriegs sorgen sich viele Menschen vor radio­aktiver Strahlung und kaufen darum Jodtabletten. Das ist unnötig – und birgt zudem Gesund­heits­risiken.

2 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.11.2015 um 09:15 Uhr
Folat-Aufnahme

@ der-lange: Bei einer hohen Zufuhr von Folaten, die natürlich in Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse gebunden sind, sind keine unerwünschten Nebenwirkungen zu befürchten. (Quelle: DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr). (PF)

der-lange am 26.10.2015 um 22:14 Uhr
Empfehlung für Schwangere?

Vielen Dank für den interessanten Artikel. Wenn Schwangere nun 400 Mikrogramm synthetische Folsäure zu sich nehmen, entspricht das nach dem Artikel ja 800 Mikrogramm Folat. Ist das, wenn man zusätzlich Folat über die Nahrung aufnimmt, bei einem Gesamtbedarf von 550 Mirkogramm Folat nicht schon zu viel? Vielen Dank.