Förderung von Weiterbildung Prämiengut­schein jetzt mit mehr Vorteilen

Zum 1. Juli hat der Gesetz­geber die Förderkonditionen beim Prämiengut­schein der Bildungs­prämie über­arbeitet. Nun können noch mehr Personen diese Finanzierungs­maßnahme für ihre Weiterbildung nutzen – und das flexibler als bislang. Bis zu maximal 500 Euro Zuschuss können Weiterbildungs­willige mit dem Prämiengut­schein als Förderung erhalten.

Die Alters­grenze ist gefallen

Galt bisher für den Prämiengut­schein, dass der Antrags­steller über 25 Jahre alt sein muss, entfällt ab sofort jegliche Alters­grenze. Alle Erwerbs­tätigen in Deutsch­land, die mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten und dabei weniger als 20 000 Euro (bei gemein­sam Veranlagten 40 000 Euro) zu versteuerndes Jahres­einkommen haben, können einen Prämiengut­schein beantragen. Neu ist ebenso: Auch Rentner und Pensionäre, die mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten, sind antrags­berechtigt, wenn sie die oben genannten Einkommens­grenzen einhalten.

Prämiengut­schein jetzt jedes Jahr

Weiterbildungs­willige konnten den Prämiengut­schein bislang alle zwei Jahre beantragen. Dies hat sich mit der Änderung der Förderricht­linie geändert. Liegen die Voraus­setzungen vor, kann der Prämiengut­schein nun einmal pro Kalender­jahr beantragt werden.

Keine 1 000-Euro-Grenze mehr in vielen Bundes­ländern

Bisher galt: Der Prämiengut­schein fördert 50 Prozent der Weiterbildungs­maßnahme, die bis zu 1 000 Euro kosten darf – es gibt also maximal 500 Euro Zuschuss. In einigen Bundes­ländern ist die 1 000-Euro-Grenze für die Kosten der Weiterbildung mit der Über­arbeitung der Förderricht­linie gefallen. In Baden-Württem­berg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Meck­lenburg-Vorpommern, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, dem Saar­land und Thüringen darf die Weiterbildungs­maßnahme jetzt auch mehr als 1 000 Euro kosten. Der Höchst­förderbetrag von 500 Euro bleibt aber auch hier. Die restlichen Kosten muss der Antrags­steller aus eigener Tasche zahlen. Eine Über­nahme dieser Kosten durch den eigenen Arbeit­geber ist nicht zulässig.

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