Bremen: Jetzt auch Zuschüsse in Bremen

Auch in Bremen gibt es jetzt Zuschüsse für die berufliche Weiterbildung. Das Land über­nimmt bis zu 70 Prozent der Ausgaben für die Fort­bildung von Arbeitnehmern und Selbst­ständigen.

Zuschüsse für (fast) alles, was im Job weiterhilft

Das neue Programm heißt „Bremer Weiterbildungs­scheck“ und fördert die berufs­bezogene Fort­bildung. Es gibt Zuschüsse für Kurse und Seminare, die Wissen, Fähig­keiten oder praktische Fertigkeiten vermitteln. Auch Weiterbildungs­angebote, die der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen, fallen unter die Regelung.

Bis zu 500 Euro pro Kurs

Die wichtigste Bedingung: Die Antrag­steller müssen in Bremen wohnen oder arbeiten, Unternehmen müssen in dem Bundes­land gemeldet sein. Das Land Bremen zahlt bis zu 50 Prozent der Weiterbildungs­kosten, die restlichen Kosten muss der Antrag­steller oder sein Arbeit­geber aufbringen. Eine Sonder­regelung gibt es für Menschen ohne abge­schlossene Berufs­ausbildung. Bei ihnen über­nimmt das Land Bremen bis zu 70 Prozent der Kosten. Die Förderhöchst­grenze liegt in jedem Fall jähr­lich bei 500 Euro. In besonderen Fällen – wenn mehrere Fort­bildungen für das berufliche Weiterkommen sinn­voll sind – kann der Bildungs­scheck gesplittet werden.

Einkommens­höchst­grenze für Antrag­steller

Nicht nur Angestellte, auch Selbst­ständige und Arbeits­suchende können den „Bremer Weiterbildungs­scheck“ in Anspruch nehmen. Das Brutto­jahres­einkommen der Antrag­steller darf allerdings nicht über 25 600 Euro liegen. Bei steuerlich gemein­sam veranlagten Paaren wurde vom Land Bremen eine Ober­grenze von 51 200 Euro fest­gesetzt.

Beratung ist Pflicht

Der Weiterbildungs­scheck wird nur nach einem persönlichen Beratungs­gespräch ausgestellt. Angestellte und Selbst­ständige wenden sich an die Arbeitnehmerkammer Bremen und vereinbaren einen Termin. Gemein­sam mit dem Berater werden passende Weiterbildungen ausgewählt.

Freie Wahl beim Anbieter

Auf jedem Scheck werden drei Weiterbildungs­einrichtungen aufgelistet, die geeignete Kurse anbieten. Doch jeder darf selbst entscheiden, welchen Kurs­anbieter er wählt. Unbe­dingt beachten: Erst wenn der Scheck ausgestellt wurde, sollte man sich für einen Kurs anmelden. Die Kurs­teilnehmer zahlen eine um den Wert des Schecks verminderte Gebühr. Der Weiterbildungs­anbieter rechnet nach Ende des Kurses mit dem Land Bremen ab. Die Weiterbildungs­schecks sind sechs Monate lang gültig und können inner­halb dieses Zeitraums einge­löst werden. Auf Antrag kann die Lauf­zeit auch durch die Beratungs­stellen verlängert werden.

Auch kleinere Unternehmen profitieren

Firmen, die nicht mehr als 50 Menschen in Voll­zeit beschäftigen, können Fördermittel für vier Mitarbeiter beantragen. Nehmen auch Mitarbeiter ohne Berufs­ausbildung an den Weiterbildungen teil, dann fördert das Land bis zu zehn Weiterbildungen pro Unternehmen jähr­lich. Ansprech­partner für Firmen ist die Handels­kammer Bremen. Weitere Infos und Ansprech­partner gibt es unter www.bremen.de.

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