Rhein­land-Pfalz: QualiSch­eck jetzt auch für Jüngere

Vom „QualiSch­eck“ in Rhein­land-Pfalz profitierten bislang nur Menschen, die älter als 45 Jahre alt sind. Ab 1. August ist die Zielgruppe deutlich größer.

Die Alters­grenze fällt

Mit dem „QualiSch­eck“ erhielten bislang nur Mitarbeiter ab 45 Jahren finanzielle Unterstüt­zung für ihr berufliches Fort­kommen. Ab 1. August entfällt nun nicht nur die Alters­grenze, das Land hat auch die Zielgruppe deutlich erweitert. Den Zuschuss von jähr­lich maximal 500 Euro für eine Weiterbildung erhalten jetzt auch gering­fügig Beschäftigte, so genannte „Mini-Jobber“, Klein­unternehmer und Freiberufler, die nicht mehr als fünf Jahre selbst­ständig sind. Auch Angestellte im öffent­lichen Dienst kommen zum Zuge. Das Land hat dabei insbesondere Beschäftigte der Gesund­heits­branche im Visier.

Geld für den beruflichen Aufstieg

Das Land Rhein­land-Pfalz über­nimmt bis zu 50 Prozent der Kosten für eine Weiterbildung. Die restlichen Kosten muss jeder selbst aufbringen. Die Höchst­grenze bei dem Zuschuss liegt bei 500 Euro jähr­lich. Voraus­setzung ist, dass die Antrag­steller in Rhein­land-Pfalz gemeldet sind oder arbeiten.

Nur ein Zuschuss pro Jahr

Aufgepasst: Wie gehabt wird im laufenden Kalender­jahr nur ein „QualiSch­eck“ gewährt, der nicht gesplittet werden darf. Ein Beispiel: Ein kauf­männischer Mitarbeiter belegt einen Basis-Kurs in Business-Eng­lisch, der über vier Monate läuft. Dieser Kurs wird gefördert, ein darauf aufbauender Kurs im selben Jahr aber nicht. Deshalb ist es wichtig, sich vorab einen umfassenden Über­blick über die Weiterbildungs­angebote in der Nähe zu verschaffen. In einigen Fällen können ein Kurs mit einer längeren Lauf­zeit oder ein Kompakt­kurs die bessere Wahl sein.

Neuer Ansprech­partner

Der „QualiSch­eck“ wird ab dem 1. August 2012 durch das Landes­amt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) in Mainz ausgestellt. Anträge können im Internet heruntergeladen werden. Der Antrag­steller muss sie ausdrucken und mit Kopie des Personal­ausweises und Erklärung zum Beschäftigungs­ort beim Landes­amt einge­reichen. Achtung: Erst wer den Scheck in den Händen hält, darf sich für eine Weiterbildung anmelden.

Erst­mal vorfinanzieren

Kleiner Wermuts­tropfen: Ab dem 1. August müssen Empfänger des „QualiSch­eck“ die Weiterbildung aus eigener Tasche vorfinanzieren. Sie reichen den Scheck bei dem gewählten Weiterbildungs­anbieter ein und zahlen die Kurs­gebühren vorab. Nach Beendigung des Kurses erhalten die Empfänger eine Bestätigung, die sie beim Landes­amt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz einreichen. Anschließend werden die Kurs­kosten anteilig erstattet. Weitere Infos gibt es beim Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie unter der kostenfreien Service­nummer 08 00/5 88 84 32.

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