Auch Arbeitnehmer mit Hauptwohnsitz in Sachsen können jetzt einen Zuschuss fürs Lernen beantragen. Das Land übernimmt maximal 80 Prozent der Ausgaben für Weiterbildung. Die Förderung ist allerdings an Bedingungen geknüpft.

Zuschuss von 80 Prozent

Den Zuschuss gibt es nur für außerbetriebliche Maßnahmen, die den Arbeitnehmer beruflich weiterbringen. Freizeitorientierte Kurse fördert Sachsen mit diesem Programm nicht. Das Bundesland koppelt Zuschüsse an Bruttoeinkommen und Kurskosten: Wer maximal 2 500 Euro brutto monatlich verdient, bekommt einen Zuschuss von 80 Prozent der Weiterbildungsausgaben. Diese müssen jedoch mindestens 650 Euro betragen. Die übrigen 20 Prozent muss der Kursteilnehmer aus eigener Tasche aufbringen. Zu den Weiterbildungsausgaben zählen vor allem Kurs- und Prüfungsgebühren. Als Förderinstrument für günstigere Kurse bietet sich die Bildungsprämie an. Aufpassen: Der Weiterbildungsscheck lässt sich nicht mit anderen Förderprogrammen wie etwa dem Meister-Bafög kombinieren.

Förderung auch bei höherem Einkommen

Auch wer mehr als 2 500 verdient, kann den Weiterbildungsscheck beantragen. In diesem Fall müssen die Gesamtkosten für die Weiterbildung mindestens 1 000 Euro betragen und der Antragsteller 50 Prozent aus eigener Tasche bezahlen. Ferner müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt sein. Der Antragsteller muss entweder

  • über 50 Jahre alt sein oder
  • befristet beschäftigt sein oder
  • in Teilzeit oder als Leiharbeiter arbeiten oder
  • mit der Weiterbildung einen ersten akademischen Abschluss anstreben.

Wer mehr als 4 150 Euro verdient, enthält aber auch bei Vorliegen dieser Bedingungen keine Förderung.

Erst der Antrag, dann die Buchung

Dem Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank muss der Lernwillige drei vergleichbare Kursangebote beilegen. Unbedingt beachten: Die Bearbeitung des Antrags kann bis zu sechs Wochen dauern. Wer den Kurs ohne die Zusage bucht, verliert seinen Anspruch auf Förderung.

Tipp: Weitere Informationen und den Antrag finden Sie auf der Webseite der Sächsischen Aufbaubank.

Programme in anderen Bundesländern

Ähnliche Programme wie das jetzt in Sachsen aufgelegte bieten fünf weitere Bundesländer bereits seit einiger Zeit an. Nähere Infos finden Sie jeweils im Internet.

Brandenburg: Bildungsscheck Brandenburg

Hessen: Qualifizierungsscheck Hessen

Nordrhein-Westfalen: Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz: Qualischeck Rheinland-Pfalz

Schleswig-Holstein: Zukunftsprogramm Arbeit Schleswig-Holstein

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