Förderung für Haus und Heizung: Bis zu 75 000 Euro Zuschuss

Förderung für Haus und Heizung - Bis zu 75 000 Euro Zuschuss

Energetisches Sanieren wird jetzt über die Bundes­förderung energieeffiziente Gebäude (BEG) gefördert.

Der Staat fördert energiesparende Häuser mit Krediten, Zuschüssen oder einem Steuerbonus. Wir erklären, unter welchen Voraus­setzungen es Geld gibt und welche Fördervariante sich für wen lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

Förderung für Haus und Heizung - darauf sollten Sie achten

Wahl. Eigentümer von selbst genutztem Wohn­eigentum, die in besonders klimafreundliche Heiztechnik oder eine extra gute Wärmedämmung investieren, können Fördermittel in Form von zins­vergüns­tigten Krediten oder Zuschüssen bekommen. Wer ein bestehendes Haus saniert, kann alternativ beim Finanz­amt einen Steuerbonus beantragen.

Entscheiden. Welche Variante sie wählen, müssen die Eigentümer entscheiden, bevor die Arbeiten losgehen. Denn während sie die Steuerermäßigung im Nach­hinein mit der Einkommensteuer­erklärung geltend machen können, müssen sie Fördermittel beantragen, bevor die Hand­werker anrü­cken. Bei größeren Maßnahmen ist der Steuerbonus meist weniger ­attraktiv als die Fördermittel.

Beraten. Wer sein Haus sanieren möchte, sollte sich zu Umfang und Reihen­folge der Maßnahmen bei einem ­un­abhängigen Experten Rat holen, auch wenn das nicht in jedem Fall Pflicht ist. Eine Einschät­zung für ­wenig Geld bringt ein Termin vor Ort mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

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Förderung bis 30. Juni 2021

Für den Bau oder Kauf eines Effizienz­hauses können Haus­besitzer zins­vergüns­tigte Kredite, für die energetische Sanierung Kredite oder Zuschüsse bekommen. Die Kredite vergibt die KfW über die Haus­bank, Zuschüsse vergibt das Bafa. Eine Über­gangs­regelung gibt es für Voll­sanierungen. Bis 1. Juli 2021 ist bei Komplett­sanierungen noch die KfW für die Vergabe der Zuschüsse zuständig.

Wichtig: Die Förderung müssen Haus­besitzer vor Beginn der Bauarbeiten beantragen. Die Arbeiten müssen von Fachleuten ausgeführt werden und die Begleitung durch einen Energie-Effizienz-Experten ist meist zwingend. Nur bei der Modernisierung der Heizung ist die Beratung durch einen Energie­experten keine Voraus­setzung für den Zuschuss.

Zuschüsse bis 48 000 Euro

Eigentümer, die das komplette Haus energetisch sanieren, können einen Investitions­zuschuss von bis zu 48 000 Euro bekommen. Für Einzel­maßnahmen beträgt der Investitions­zuschuss bis 12 000 Euro.

Kredite von der KfW-Bank sind vor allem wegen der hohen Tilgungs­zuschüsse attraktiv. Der Kreditnehmer muss dann nicht den gesamten Kredit­betrag zurück­zahlen. Bei Voll­sanierungen sind bis 48 000 Euro Tilgungs­zuschuss möglich, bei Einzel­maßnahmen bis 10 000 Euro.

KfW-Kredit nur über die Haus­bank

Wollen Haus­besitzer einen Kredit von der KfW, brauchen sie ­eine Bank, die das Darlehen durch­leitet. Die ist für Sanierungs­willige nicht immer ganz einfach zu finden. Das zeigt auch unser Praxis­test (Welche Banken KfW-Kredite vermitteln). Viele Banken schränken die Vergabe nach eigenen Regeln ein. So steigen viele Institute erst ab Kredit­beträgen von 25 000 Euro oder 50 000 Euro ein oder bieten Förder­dar­lehen nur kombiniert mit einem eigenen Kredit an.

Je besser die Energiebilanz, desto höher die Förderung

Der Katalog der Energiesparmaß­nahmen, die von KfW und Bafa unterstützt werden, ist lang. Möglich sind einzelne Verbesserungen wie der Austausch von Fens­tern und Türen oder die Dämmung des Daches oder die Komplett­sanierung des ganzen Hauses. Grund­sätzlich gilt: Je besser die Energiebilanz des Hauses nach der Sanierung ist, desto üppiger die Förderung.

KfW-Effizienz­haus dient als Maßstab

Um die Energiebilanz eines Hauses einstufen zu können, hat die KfW den sogenannten KfW-Effizienzhaus-Standard entwickelt. Er gibt an, wie hoch der Energiebedarf eines Hauses im Verhältnis zu einem vergleich­baren Neubau ist. Der bei einem Neubau höchste erreich­bare Stan­dard ist das KfW-Effizienz­haus 40, bei einer Sanierung das KfW-Effizienz­haus 55. Es verbraucht 55 Prozent der Energie eines vergleich­baren Neubaus aus dem Jahr 2009. Der nied­rigste noch förderfähige Stan­dard bei einer Sanierung ist das KfW-Effizienz­haus 115.

Bis 27 000 Euro für die Heizung

Haus­besitzer, die in eine klimafreundliche Heizung investieren, können einen Zuschuss vom Bafa beantragen. Er beträgt bis zu 35 Prozent der Kosten, zum Beispiel bei Biomasseanlagen und Wärmepumpen. Wird mit der Maßnahme ein Teil eines individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) umge­setzt, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. Ersetzt die neue Heizung eine alte Öl­heizung, gibt es noch einmal zusätzlich 10 Prozent Prämie, also insgesamt 45 Prozent. Pro Wohn­einheit erkennt das Bafa aber nicht mehr als 60 000 Euro Kosten an. Weitere Informationen erhalten Sie unter bafa.de.

Tech­nische Mindest­anforderungen müssen erfüllt sein

Für den Bafa-Zuschuss müssen die geförderten Heiz­anlagen tech­nische Mindest­anfor­de­rungen erfüllen. Beispiels­weise gibt es für den Einbau einer neuen Gasheizung nur Geld, wenn sie mit erneuer­baren Energien kombiniert wird.

Tipp: Beim Einbau einer neuen Heizung ist ein hydrau­lischer Abgleich wichtig. Mehr dazu lesen Sie in unserem Special Heizung richtig einstellen. Welche Heizung sich für wen rechnet, erklären wir in unserem großen Vergleich von Heizungssystemen – und beleuchten die Vor- und Nachteile von Gaskessel, Wärmepumpe und Holz­pellethei­zung

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Förderung ab 1. Juli 2021

Am 1. Juli 2021 startet die Bundesförderung für ‧effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG). Sie ersetzt die Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren der staatlichen KfW-Bank. Bereits am 1. Januar 2021 einge­führt wurde die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM). Sie löste unter anderem das Markt­anreiz­progamm des Bundes­amtes für Wirt­schaft und Ausfuhr­kontrolle (Bafa) ab.

Diese Kredite und Zuschüsse gibt es für den Neubau

Für den Bau oder Kauf eines Effizienz­hauses vergibt die KfW ab Juli bis zu 150 000 Euro Kredit. Der Tilgungs­zuschuss beträgt bis zu 37 500 Euro. Ein Tilgungs­zuschuss reduziert das Darlehen und verkürzt die Kredit­lauf­zeit. Neu ist ein direkter Zuschuss von bis zu 37 500 Euro, den die KfW jetzt auch beim Neubau alternativ zur ­Kredit­variante vergibt. Zusätzlich ­fördert sie die Baubegleitung und eine Nach­haltig­keits­zertifizierung: Möglich sind jeweils bis zu 10 000 Euro Kredit und bis zu 5 000 Euro Tilgungs­zuschuss oder direkter Zuschuss.

Diese Kredite und Zuschüsse gibt es für eine Komplett­sanierung

Die KfW fördert auch das Sanieren eines Hauses zum Effizienz­haus in größerem Umfang als bisher. Wenn der Energiebedarf ­danach mindestens zu 55 Prozent mit erneuer­baren Energien gedeckt wird, ist ein Kredit von bis zu 150 000 Euro und ein Tilgungs­zuschuss von bis zu 75 000 Euro möglich. Alternativ können Haussanierer bis zu 75 000 Euro direkten Zuschuss bekommen. Folgen ­die Baumaß­nahmen dem „individuellen Sanierungs­fahr­plan“ eines Energie­beraters, steigt der (Tilgungs-)Zuschuss um weitere 5 Prozent­punkte. Die Baubegleitung wird wie beim ­Neubau gefördert.

Diese Kredite und Zuschüsse gibt es für energetische Einzel­maßnahmen.

Für einzelne ­Sanierungs­maßnahmen, zum Beispiel Wärmedämmung oder Erneuerung der Fenster und Türen, steigt der Höchst­kredit­betrag von 50 000 Euro auf 60 000 Euro. Neu ist, dass es die Förderkredite der KfW ab 1. Juli auch für das Erneuern der Heizung gibt. Wird eine alte Ölhei­zung ausgetauscht, sind Tilgungs­zuschüsse von bis zu 50 Prozent möglich. Direkte Zuschüsse für Einzel­maßnahmen vergibt wie ­gehabt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Tipp: Die Förderricht­linie und Antworten auf häufige Fragen zur Bundesförderung für effiziente Gebäudefinden Sie auf den Seiten des Bundes­wirt­schafts­ministeriums.

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Welche Banken KfW-Kredite vermitteln

Die Kredite der KfW, mit denen der Staat energetisches Bauen und Sanieren fördert, bekommen Haus- und Wohnungs­eigentümer nicht von der KfW selbst, sondern nur über ein durch­leitendes Finanzierungs­institut, also von ­einer Bank, Sparkasse oder Versicherung. Die durch­leitende Bank haftet für den Kredit und entscheidet über die Vergabe.

Banken haben wenig Interesse an Klein­krediten

Bei Summen unter 50 000 Euro erhalten Kunden jedoch oft eine Absage von der Bank. Das zeigt auch ein Praxis­test der Stiftung Warentest.

16 Banken im Praxis­test

Das Anliegen, mit dem unsere Testerin im Herbst 2020 bei insgesamt 16 Banken vorsprach: In ihrem Einfamilien­haus soll die alte Ölhei­zung durch ­eine effiziente Pellethei­zung ausgetauscht werden. Sie rechnet mit Gesamt­kosten von etwa 25 000 Euro. Die Heizungs­modernisierung möchte sie mit einem Kredit der KfW ­finanzieren. Den in solchen Fällen möglichen Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) würde sie außerdem beantragen.

Die KfW bietet einen Kredit, der genau für diese Kombination vorgesehen ist: Ergänzungskredit 167. Auf der Website der Staats­bank heißt es zu diesem Förder­kredit: „Für alle, die ihre Heizungs­anlage in Wohn­gebäuden auf erneuer­bare Energien umstellen.“ Und weiter: „Als ideale Ergän­zung Bafa-Zuschuss beantragen.“

Unsere Testerin wählt auf der Seite kfw.de die Funk­tion „Antrag beim Finanzierungs­partner ­stellen“ und erhält eine Liste mit gut 20 Bausparkassen, Finanz­vermitt­lern, Genossen­schafts­banken, Geschäfts­banken und Sparkassen, unter denen sie sich drei auswählen kann. Sie entscheidet sich für die Alte Leipziger Bausparkasse, die Commerz­bank und die Hypo­ver­eins­bank. Noch schnell ihre Daten eintragen und weg ist die Finan­zierungs­anfrage.

Alle sagen ab

Als erste meldet sich einen Tag später die Alte Leipziger. Ein Berater erkundigt sich, was unsere Testerin wünscht. Davon, dass sie für eine Sanierung einen KfW-Kredit benötigt, weiß er nichts. Über­haupt könne er über KfW-Programme keine Auskunft geben. Am Nach­mittag meldet sich ein Kollege: KfW-Darlehen gebe es erst ab 30 000 Euro. Er könne ihr aber ein haus­eigenes Modernisierungs­darlehen anbieten.

Am nächsten Tag meldet sich die Commerz­bank. Auch dieser Anruferin ist die ­Information neu, dass unsere Testerin ein KfW-Darlehen wünscht, und auch sie kennt sich mit KfW-Programmen nicht aus. Wenig später ruft eine Kollegin zurück. „Die Commerz­bank vergibt KfW-Kredite nur an Bestands­kunden.“ Die Commerz­bank habe keinen Einfluss darauf, was die KfW auf ihrer Seite schreibe. Sie könne nicht weiterhelfen.

Die dritte Wunsch­bank unserer Testerin, die Hypo­ver­eins­bank, reagiert gar nicht auf ihre Anfrage. Unsere Testerin hakt nach und bekommt ebenfalls eine Absage. Bei der ­Hypo­ver­eins­bank gebe es KfW-Darlehen erst bei einem Gesamt­finanzierungs­volumen von 250 000 Euro.

Bei 16 Banken und Bausparkassen versucht unsere Testerin ihr Glück – und bekommt über­all ähnliche Antworten und Absagen.

Wir fragen die Banken

Während unsere Testerin ihre Odyssee am ­Telefon durch­macht, schi­cken wir einen Fragebogen an 72 Kredit­institute. Wir wollen wissen: „Vergeben Sie den KfW-Ergän­zungs­kredit 167 unabhängig von einer größeren Baufinanzierung und auch an Neukunden – und wenn ja, wie hoch ist die Mindest­kreditsumme?“

27 antworteten mit „ja“, darunter einige, die unserer Testerin abge­sagt hatten. Dazu zählen die Debeka, die Deutsche Bank, die Ethik­bank und die Hypo­ver­eins­bank. Die meisten nannten Mindest­kreditsummen von 25 000 Euro und mehr. Für unsere Testerin, die nach Abzug des Bafa-Zuschusses noch etwa 14 000 Euro Kredit benötigt hätte, wäre ein Angebot tatsäch­lich nicht infrage gekommen.

Anders bei der Sparda Baden-Württem­berg. Uns gegen­über gab sie zunächst an, den Kredit ab einer Summe von 5 000 Euro zu vergeben. Doch unsere Testerin erhielt auch hier eine klare Abfuhr: „Den KfW-Kredit 167 gibt es nur in Verbindung mit einer Komplett­finanzierung. Das ist ein Vorstands­beschluss. Der Aufwand ist zu groß.“ Inzwischen hat die Sparda auch bei uns ihre Angaben geändert.

Wir fragen die KfW

Der Aufwand zu groß, die Provision zu klein – diese Begründung für eine Absage bekam unsere Testerin öfter zu hören. Wir wollten wissen: Was sagt die KfW selbst zu diesen Vorwürfen? „Wir kennen das Problem mit den kleineren Kreditsummen“, sagt Eckard von Schwerin, Experte für die Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ bei der KfW. „Aber wir haben keine Hand­habe.“ Schließ­lich über­nehmen die Banken für die von ihnen durch­geleiteten Kredite das Haftungs­risiko und sind nicht zur Vergabe verpflichtet.

Für Haus- und Wohnungs­eigentümer, die in Energiesparmaß­nahmen investieren ­wollen, sind das keine gute Aussichten. So schreibt Leser Dietmar Bött­cher: „Ich bin bisher davon ausgegangen, dass alle Banken dazu verpflichtet sind, Gelder, die der Staat zur Verfügung stellt, auch weiterzureichen beziehungs­weise zu bearbeiten ... Ich denke, so wie uns wird es auch anderen Menschen gehen, die etwas tun wollen und dann so ausge­bremst werden.“

In manchen Bundes­ländern helfen die Landes­förder­institute

Doch für einige Sanierungs­willige gibt es einen Licht­blick . So vermitteln in sechs Bundes­ländern laut eigener Aussage die Landes­förder­institute die ­Kredite der KfW: die Bremer Aufbau-Bank, die Hamburgische Investitions-und Förderbank, die Landes­kredit­bank Baden-Württem­berg, die Investitions­bank Berlin, die Investitions­bank des Landes Brandenburg und die ­Inves­titions­bank Schleswig-Holstein.

Zuschuss statt Kredit

Ab 1. Juli 2021 gibt es in allen Förderprogrammen die Möglich­keit, statt eines Förder­kredits der KfW einen Zuschuss zu beantragen. Eine Alternative zum Förderkredit ist dann, den Zuschuss als Sondertilgung in seine Baufinanzierung einzubinden. Zukunfts­orientierte Haus­eigentümer müssen sich also nicht von ihrem Ziel abbringen lassen, in energieeffiziente Maßnahmen zu investieren.

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Steuer­förderung statt Kredite und Zuschüsse

Haus­eigentümer, die ein bestehendes Haus energetisch sanieren, können alternativ zu den Förderkrediten oder Zuschüssen von KfW und Bafa nach Abschluss der Arbeiten beim Finanz­amt einen Steuerbonus beantragen. Das Finanz­amt zieht dann bis zu 20 Prozent der Ausgaben für eine energetische Sanierung von seiner Steuerschuld ab, pro Wohn­einheit aber insgesamt höchs­tens 40 000 Euro.

Auf drei Jahre verteilt

Die Steuer­mäßigung gibt es über drei Jahre verteilt: In dem Jahr, in dem die Sanierung abge­schlossen wurde und im darauf­folgenden Kalender­jahr können Haussanierer jeweils bis zu 7 Prozent der Kosten geltend machen, höchs­tens jeweils 14 000 Euro. Im dritten Jahr erkennt das Finanz­amt noch bis zu 6 Prozent, höchs­tens aber 12 000 Euro an.

Steuer­abzug für Haus­besitzer – das sind die Voraus­setzungen

Voraus­setzung für den Steuer­abzug ist, dass das Haus älter als zehn Jahre ist und der Eigentümer selbst darin wohnt. Außerdem darf er für die Maßnahmen nicht bereits anderweitig Steuer­vorteile genutzt oder öffent­liche Förderung kassiert haben.

Beim Finanz­amt geltend machen können Steuerzahler Ausgaben für fast alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch des Hauses deutlich reduzieren. Abrechnen können sie zum Beispiel ihre Ausgaben, wenn sie Dach und Wände dämmen, Fenster und Türen erneuern, eine Lüftungs­anlage einbauen oder die Heizung austauschen oder optimieren.

Keine Förderung für alte Ölhei­zung

Für die Arbeiten gelten die gleichen technischen Mindestanfor‧de‧rungen wie für die Fördermittel. So gibt es den Steuer­abzug nicht für den Austausch einer alten ­Ölhei­zung durch eine moderne Gasbrenn­wert­anlage, sondern nur für folgende Heizungs­anlagen:

  • Solarkollektor­anlagen
  • Biomasseanlagen (Verbrennung von Pellets, Hack­schnitzeln und Scheit­holz)
  • Wärmepumpen (Sole/Wasser, Wasser/Wasser oder Luft/Wasser)
  • Gas-Brenn­wert­heizungen, die auf eine Einbindung erneuer­barer Energien vorbereitet sind („Renewable Ready“)
  • Hybrid­anlagen (Gas-Brenn­wert­heizungen, die zur Heizungs­unterstüt­zung mit einem Wärmeerzeuger mit erneuer­baren Energien kombiniert sind)
  • Brenn­stoff­zellen
  • Mini-Kraft-Wärmekopp­lung
  • Anschluss an ein Wärmenetz

Steuerbonus mit geringem bürokratischem Aufwand

Den Steuerbonus gibt es mit geringem bürokratischem Aufwand. Damit das Finanz­amt die Kosten anerkennt, muss lediglich ein Fach­unternehmen die Sanierungs­arbeiten ausführen und bescheinigen, dass es die Arbeiten gemäß den tech­nischen Anforderungen umge­setzt hat. Eine begleitende Energieberatung, wie sie in vielen anderen Förderprogrammen verlangt wird, ist für die steuerliche Förderung keine Voraus­setzung. Ausgaben für einen Energie­berater zählen aber zu den förderfähigen Kosten – und zwar nicht (wie andere Ausgaben) zu 20 Prozent, sondern sogar zu 50 Prozent.

Tipp: Bei größeren Sanierungen sind die staatlichen Fördertöpfe attraktiver als der Steuer­abzug. Für Haus­besitzer, die nur einzelne Maßnahmen durch­führen, etwa die Fenster austauschen oder Dach beziehungs­weise Wand dämmen, kann die Steuer­förderung eine unkompliziertere Alternative sein.

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Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert. Jüngstes Update: 10. Mai 2021. Zuvor gepostete Nutzer­kommentare beziehen sich auf eine frühere Fassung.

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