Flugvermittler im Internet Flüge teurer als gedacht

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Flugvermittler im Internet - Flüge teurer als gedacht

Versteckte Kosten, doppelte Gebühren und verteuerte Flüge nach der Buchung: Eigentlich sollte durch eine EU-Regelung die Flugbuchung im Internet für Kunden transparenter werden. Für einige Online-Flugvermittler gilt das offenbar nicht. Hier ist die Überraschung beim Endpreis inklusive.

Michael Ballack: Alles in Ordnung!

Flugvermittler im Internet - Flüge teurer als gedacht

Nach der Suchanfrage bei dem Online-Flugvermittler fluege.de erscheint Michael Ballack auf dem Bildschirm. Er hält den Daumen hoch und signalisiert: Alles in Ordnung! Zwei Klicks weiter kann der Nutzer dann den gewünschten Flug buchen. Worauf die Reisenden sich aber bei manchen Flugvermittlern wirklich einlassen, wissen die wenigsten. test.de hat sich einige Beispiele angeschaut.

Servicegebühren zusätzlich zum Flugpreis

Der Fluggast beauftragt den Flugvermittler mit einer sogenannten „Buchungsanfrage“ – im Gegensatz zu vielen Flugsuchmaschinen, die den Nutzer direkt zum Anbieter weiterleiten (test 02/2010). Vergleichbar einem Reisebüro, bucht das Vermittlungs-Portal dann für den Kunden den gewünschten Flug. Dabei kommt ein Vertrag zustande – oftmals mit klaren Nachteilen für den Verbraucher. Denn für ihre Dienstleistung verlangen einige Flugvermittler Gebühren. Bei fluege.de und flug24.de beispielsweise hängt das zusätzliche Entgelt von der Anzahl der Reisenden, der Flugstrecke und sonstiger Serviceleistungen ab. Cheapfares.de kassiert 12 Euro pro Passagier, unabhängig von der Flugstrecke. Bei den anderen geht es in der Regel mit 20 Euro los.

Reiseversicherung ist voreingestellt

2008 wurde den Fluggesellschaften untersagt, im Internet die Buchung einer Reiseversicherung voreingestellt zu haben. Das heißt, der Kunde muss seitdem die Versicherung bewusst anwählen, wenn er diese abschließen möchte. Bei Online-Flugvermittlern wie fluege.de oder flug24.de ist das anders: Hier ist der „RundumSorglos-Schutz“ inbegriffen. Im Endpreis taucht der Preis für die Versicherung allerdings nicht auf. Wie viel die Reiseversicherung tatsächlich kostet, erfährt der Nutzer erst, wenn er sie gezielt mit einem Klick abwählt. Das selbe Muster bei cheapfares.de und Elumbus: Hier soll dem Nutzer ein „Reiserücktritts-Topschutz“ untergejubelt werden. Bei allen Portalen variieren die Preise für die Versicherung je nach Strecke. Bei einem sehr kurzen Flug zum Beispiel kostet die Versicherung 12 Euro.

Bekomme ich den Flug tatsächlich zum angezeigten Preis?

Ein Flug von Dortmund nach Barcelona für 70 Euro? Wer jetzt auf den Button „Flug buchen“ klickt, wähnt das Angebot in der eigenen Tasche. Das Problem: Die Online-Flugvermittler geben keine Gewähr, dass der Kunde diesen Flug für den angezeigten Preis tatsächlich erhält. Sie haften nicht dafür, ob die Angaben zur Airline und zum Preis stimmen. Nach Auskunft von fluege.de liegt das daran, dass die Flugvermittler nicht immer die aktuellsten Flug-Informationen gespeichert haben. Deshalb erhalten Reisende auch schon mal Flüge, die deutlich teurer waren als online bei der Buchung angezeigt. Ebenfalls intransparent: Will der Reisende bei cheapfares.de einen Flug buchen, ändert sich regelmäßig im nächsten Buchungsschritt der Preis. Der Nutzer wird nun zwar explizit auf den veränderten Preis hingewiesen, den vermeintlichen Schnäppchen-Flug bekommt er jedoch nicht.

Buchung trotz Fehlermeldung

Zahlreiche Fluggäste berichten den Verbraucherzentralen von merkwürdigen Fehlermeldungen während der Buchung bei fluege.de. Weil der Vorgang abgebrochen wurde, haben sie ihre Daten erneut angeben, um die Buchung korrekt abzuschließen – mit überraschendem Ergebnis. Anschließend erhielten die Nutzer zwei Buchungsbestätigungen. Und sollten deshalb auch den doppelten Preis für den Flug bezahlen.

Doppelte Kosten für Stornierung und Umbuchung

Unerwartete Termine oder Krankheit – es kann vor einer Reise immer etwas dazwischen kommen. Wer bei den Online-Flugvermittlern gebucht hat, auf den kommen in diesem Fall doppelte Gebühren zu: einmal für den Flugvermittler, einmal für die Airline. Cheapfares.de kassiert für die Umbuchung 30 Euro, für die Stornierung 50 Euro. fluege.de und flug24.de verlangen bis zu 50 Euro pro Ticket. Eine Familie mit zwei Kindern ist somit bei einer Umbuchung 200 Euro los – plus die Gebühren für die jeweilige Fluggesellschaft. Kostspielig wird es auch, wenn das Konto nicht gedeckt ist beziehungsweise die Lastschrift zurückgebucht wird. Fluege.de und flug24.de berechnen dafür 50 Euro. Und die Servicegebühr, die der Reisende für die Flugvermittlung bezahlt hat, ist bei allen Anbietern im Falle einer Umbuchung oder Stornierung weg.

Versteckte Kosten für das Gepäck

Bei Flugvermittlern können Reisende Hin- und Rückflug mit unterschiedlichen Airlines buchen. Handelt es sich dabei um Billigflieger, lauern wieder versteckte Kosten: Das Gepäck ist bei vielen Billiganbietern kostenpflichtig. Die Gebühren dafür erscheinen jedoch nicht in der Buchungsmaske. Die Reisenden müssen ihre Koffer anschließend direkt bei der Airline dazubuchen. Tun sie das nicht, müssen sie das Gepäck bei vielen Billigfliegern am Flughafen bezahlen. Bei Eaysjet beispielsweise ist das doppelt so teuer wie im Internet. Meldung Teures Gepäck 01/2011

Flugvermittler gegen Fluggesellschaft: Wer ist günstiger?

Ein Beispiel: Der Flug von Berlin nach Barcelona (Hinflug am 24.02.2011, Rückflug am 01.03.2011, Stand 31.01.2011) kostet bei Cheapfares 139,78 Euro, die voreingestellte Reiseversicherung bereits abgezogen. Flug24.de und fluege.de verlangen inklusive Servicegebühr 156,84 Euro. Wer direkt bei Easyjet online bucht, bezahlt mit normaler Kreditkarte 131,48 Euro, mit VISA Electron noch 118,98 Euro. Bei der Airline hat der Fluggast zudem die Sicherheit, dass alle Kosten transparent ausgewiesen wurden.

Wo finde ich günstige Flüge?

Wer bietet den günstigsten Flug von Frankfurt nach New York? Diese Frage können am besten Metasuchmaschinen für Flüge beantworten. Diese Online-Dienste durchsuchen sowohl die Angebote von Fluggesellschaften als auch von Reiseportalen. Wer einen Flug buchen möchte, sollte nach der Anfrage bei der Flugsuchmaschine direkt bei der jeweiligen Airline buchen, die den günstigsten Flug anbietet. Vor einem Jahr hat sich die Stiftung Warentest sieben Flugsuchmaschinen angeschaut. Ergebnis: Fünf sind empfehlenswert, zum Beispiel skyscanner.de, swoodoo.de oder billigflieger.de. Flugsuchmaschinen 02/2010

Flugbuchung direkt bei Airline

Reisende kommen oft günstiger weg, wenn sie ihren Flug direkt bei der Airline buchen. Die Gebühr für die Flugvermittler entfällt. Bei einer Stornierung oder Umbuchung fallen nur einmal Gebühren an. Zudem haben die Reisenden alle Kosten besser im Blick: Fluggesellschaften sind seit 2008 durch eine EU-Verordnung verpflichtet, den Gesamtpreis einschließlich aller Steuern und Gebühren für den Flug anzuzeigen. Manche Flugvermittler sind hingegen der Ansicht, diese Verordnung gelte nur für Airlines, nicht für die Flugvermittler.

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LottiG am 20.02.2020 um 11:42 Uhr
Finger weg von Elumbus-Reisen.de

Am 16.1. habe ich bei Elumbus einen Flug gebucht, per Sofortüberweisung gezahlt und eine erste Bestätigung erhalten. Kurz darauf kam eine Email, dass der Flug zu diesem Preis nicht rückbestätigt werden konnte, und man bot mir an, entweder zu stornieren, oder zum teureren Preis zu buchen (Differenz für 2 Flüge: 100€).
Ich entschloss mich, zu stornieren, und teilte Elumbus wie angefordert meine Bankverbindung mit. Mir wurde eine sofortige Weiterleitung an die Buchhaltung versprochen. Das ist mittlerweile über einen Monat und mehrere erneute mails her (aktuell 20.2.).
Seither warte ich vergeblich auf die Rückerstattung des Betrages von immerhin über 1.000€. Ich kann das Gebahren von Elumbus nur als zutiefst unseriös bezeichnen und jedem raten, hier keinen Flug zu buchen.

Simsonic am 08.04.2019 um 11:18 Uhr
Elumbus-Reisen-Abzocke!!!

Wir haben an einem Freitag nachmittag einen Flug gebucht, den wir per Nachnamen bezahlen wollten. Daraufhin bekommt man ein Schreiben in dem steht, dass man noch heute das Geld überweisen soll, da sonst der Flug storniert werden muss bzw. man evtl einen Aufpreis zahlen muss. Wir hatten extra per Nachnahme bezahlen wollen, da wir unterwegs waren und keine Überweisung möglich war. Daraufhin wurde der Kauf storniert (150€ Kosten) und man wurde aufgefordert dieses Geld innerhalb von zwei Wochen zu bezahlen, da man es sonst direkt an ein Inkasso-Unternehmen weiterleiten muss. Erstmal sollte man Kunden weiterhin anmahnen zum zahlen und nicht direkt an ein Inkasso-Unternehmen (ich denke mal aus dem eigenen Haus) zu beauftragen um direkt noch mehr Geld aus dem Kunden zu holen. Unfassbar wie dieses Unternehmen mit den Kunden umgeht und wie solche Unternehmen überhaupt in Deutschland arbeitet dürfen oder besser gesagt Leute abzocken dürfen.

bk85 am 15.10.2016 um 03:17 Uhr
Elumbus-Reisen nie wieder

Ich musste 13 Minuten am Telefon warten bis ich mit einem Mitarbeiter von Elumbus sprechen konnte. Hab dann eine freche Antwort bekommen und hab mein Flug stornieren lassen.
Am Schluss musste ich dann noch eine absurde Summe von 75 euros für die Stornierung bezahlen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.06.2015 um 10:00 Uhr
Falscher Name im Ticket

@schwards,@BerndNds: Ein falscher Buchstabe im Ticket gegenüber Ihrem Pass dürfte kein Problem darstellen. Es gibt eine (IATA-) Regel wonach bestimmte Abweichungen toleriert werden (max. 3 Buchstaben). Erkundigen Sie sich direkt bei der Airline, bevor Sie darüber nachdenken Ihre bestehende Buchung zu stornieren und neu zu kaufen. Man kann sich von der Airline einen "Remark" (diesbezüglich) in die Buchung setzen lassen, muss man aber nicht. (MK)

BerndNds am 21.06.2015 um 20:19 Uhr
Tücken bei Online-Buchung mit flueg.de

Vorsicht bei online Buchungen bei diesem Reiseveranstalter! Ich habe am 20.05. eine aus vier Teilstrecken bestehende Flugreise zum Jahreswechsel 2015/2016 gebucht, die mir sofort berechnet und von meiner Kreditkarte abgebucht wurde.
a) Im Widerspruch zu geltendem deutschen Recht bietet fluege.de nicht einen einzigen allgemein zugängliche kostenlose Zahlungsweg an - € 13,50 werden auf jeden Fall immer kassiert..
b) Bei der IT-Übertragung der persönlichen Daten hat sich ein Fehler eingeschlichen - mein Vorname hat auf der Buchungsbestätigung einen Buchsatben "zu viel" bekommen. Ich habe am 21.06. tatsächlich jemand telefonisch erreicht und diesen Fehler moniert. Man wolle sich erkundigen, aber theoretisch müsse ich ggf. eine offizielle Stornierung mit den damit verbundenen Kosten und eine Neubuchung vornehmen.
Meine Anwältin läuft sich schon warm, falls die meinen Namen nicht kostenlos korrigieren, denn ich will ja die Flüge nicht stornieren oder ändern.
Und Tschüss, fluege.de!