Flugverkehr Meldung

Eine vom EU-Parlament verabschiedete Richtlinie (295/91) stärkt die Rechte von Flugreisenden. In Zukunft können Fluggäste, die auf einem Flughafen innerhalb der Europäischen Union wegen Überbuchung nicht mitgenommen werden, für Flüge bis 1 500 Kilometer 250 Euro, bis 3 500 Kilometer 400 Euro und dar­über hinaus 600 Euro fordern. Das bedeutet fast eine Verdopplung der Entschädigung gegenüber dem geltenden Recht. Und der Anspruch gilt in Zukunft nicht nur für Linienflüge, sondern auch für Passagiere von Charterflügen.

Zukünftig können auch Kunden, deren Flüge gestrichen wurden, auf Entschädigung bestehen. Wenn die Airline nicht mindestens zwei Wochen im Voraus über die Annullierung informiert oder für eine akzeptable Umbuchung gesorgt hat, gelten dieselben Entschädigungssätze wie bei der Überbuchung. Anspruch auf Erstattung haben erstmals auch Passagiere, die ihr Ziel verspätet erreichen: Sie er-halten den Ticketpreis zurück, wenn die Verspätung auf einem Kurzstreckenflug mehr als zwei Stunden beträgt und auf einem Langstreckenflug mehr als vier Stunden. Die Neuregelung tritt jedoch erst ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft.

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