Fluggesellschaften sind nicht berechtigt, den Rückflug zu stornieren, wenn der Reisende den Hinflug nicht angetreten hat. Für den Reisenden besteht keine Verpflichtung, jedes Segment eines gebuchten Rundflugs auch anzutreten. Mit dieser Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt (Az. 31 C 2972/05-74) wurde zum zweiten Mal die Rechtmäßigkeit von Überkreuzbuchungen bestätigt. Das Amtsgericht Köln hatte ähnlich geurteilt (Az. 117 C 269/04). Hintergrund: Mitunter ist es billiger, zwei Hin- und Rückflüge zum Wochenendtarif statt eines teuren Tickets zum Werktagtarif zu buchen. Der jeweils überflüssige Abschnitt verfällt dann. Die Airlines versuchen diese Überkreuzbuchungen durch Preisaufschläge und Stornierungen zu verhindern, was nach den Richtersprüchen jedoch eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers bedeutet.

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