Eine Fluggesellschaft darf einem Kunden den Rückflug nicht streichen, wenn er seinen Hinflug verfallen ließ. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden (Az. 2-2 O 243/07, nicht rechtskräftig). Der Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) hatte gegen die Geschäftsbedingungen von British Airways geklagt.

Viele Airlines verteidigen solche Regelungen. Sie sollen Kunden daran hindern, für eine Einzelstrecke ein günstiges Hin-und Rückflugpaket statt eines teureren einfachen Fluges zu buchen.

Für die Kunden kann das aber auch in anderen Fällen ärgerlich sein. Finanztest berichtete schon 2006 über eine Familie, die bei der Lufthansa Hin-und Rückflugtickets gekauft hatte. Eines der Kinder konnte nicht mitfliegen und kam nach. Für den Rückflug musste die Familie erneut ein Ticket kaufen. Erst vor Gericht gab die Lufthansa klein bei und erstattete die Kosten (Amtsgericht Köln, Az. 114 C 612/05). Der vzbv klagt gegen die Klauseln der Lufthansa. Weitere 13 Fluggesellschaften wie Air France, Australian Airlines und Spanair hat der Verband abgemahnt.

Erfolgreich ist der vzbv auch im Kampf gegen irreführende Werbung. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nach seiner Klage entschieden, dass LTU nicht mit einem Preis werben darf, zu dem noch ein Kerosinzuschlag kommt (Az. I-20 U 86/07).

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